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Donnerstag, 21. Mai 2015

Neuer Sattel

Eine Nachbarin war so nett und hat heute mein erwartetes Päckchen entgegengenommen. So konnte ich nach dem Heimkommen direkt meinen neuen Sattel ans Rad schrauben. Den Brooks B17 Aged hatte ich, wie ja bereits berichtet über eine Kleinanzeige wenig gebraucht für 49,- Euro plus Porto erstanden. Um die richtige Sattelhöhe und Lage zu ermitteln kann man sich beispielsweise an der Seite www.fahrradmonteur.de orientieren, die ich durch Zufall entdeckte und ganz interessant finde. Dort wird einiges zur Wartung, Pflege und Einstellung eines Fahrrads erklärt.

Morgen Früh werde ich dann die ersten Eindrücke sammeln können. Das Probesitzen bei der Einstellung war jedenfalls ungewohnt. Im Gegensatz zum gepolsterten Originalsattel ist der Brooks schon recht hart, aber man muss sich auch erst einmal aneinander gewöhnen.


Montag, 18. Mai 2015

Rad sucht Tour – Das Reise-Rad-Experiment


Martin Moschek von BikeTourGlobal hat gerade ein ganz besonderes Experiment gestartet. Als passionierter und langjähriger Reiseradler hat er den beneidenswerten Luxus, zwei hochwertige Reisefahrräder zu besitzen. Wie er extra betont, zwei Räder, die für die große Tour in entlegene Gebiete gebaut wurden, mit besten Komponenten und besten Materialien. Da er aber nunmal nicht beide Reiseräder bewegen kann und sich sein altes Santos Travelmaster 2.6 Reiserad auf jeden Fall weiterhin auf große Reise begeben können soll, hat er beschlossen, das Bike für eine Tour zu verleihen. Jemand, der bisher noch nicht das richtige Reiserad gefunden hat oder es sich vielleicht noch nicht leisten konnte, dürfte hier eine einmalige Chance bekommen. Natürlich gibt es auch ein paar Bedingungen. Wer den Zuschlag erhält, muss das Rad bei Hamburg abholen und berichtet dann in Martins Blog von seinen Erlebnissen und Eindrücken auf Tour. Interessenten bewerben sich bitte bis Sonntag, 7. Juni 2015 um 15 Uhr per Mail an: radsuchttour(ätt)biketour-global.de und teilen mit, welche Tour sie machen möchten und warum dieses Rad dafür genau richtig ist. Martin lässt sich auch gerne durch einen kleinen Film, ein tolles Foto, eine gute Geschichte oder allem zusammen überraschen. Alle Bewerbungen werden dann sowohl auf seinem Blog wie auch seinem Facebook-Profil veröffentlicht. Die Leser können dann voten, wer mit dem Santos fahren soll. Wer die meisten Votes hat, gewinnt. Liegen zwei Einreichungen gleichauf, entscheidet das Los. Alle nötigen Einzelheiten könnt Ihr bei interesse dem Artikel in Martins Blog entnehmen.

Samstag, 16. Mai 2015

Tourenrad Update

Inzwischen sind meine Packtaschen angekommen und angebaut. Die Globetrotter-Edition "Orange Line" der Ortlieb Back-Roller unterscheidet sich laut Katalog lediglich durch die nicht vorhandene Innentasche von den Ortlieb Classic, was ich locker verkrafte. Das bewährte Quick Lock 1 System lässt sich auch Dank der beiliegenden Anleitung wirklich leicht und individuell an jeden Gepäckträger anpassen. Der Lenkeradapter der dazu passenden Ultimate4 Lenkertasche erhält von den Käufern dagegen gemischte Bewertungen. Montieren ließ er sich aber ganz einfach und bisher sieht eigentlich alles ganz gut aus. Bleibt abzuwarten, wie sich die Halterung auf Dauer bewährt. Mit den angegebenen sechs Litern Volumen reicht die Tasche locker für den ganzen Kleinkram, auf den man schnell zugreifen möchte, bzw. als kleines Daypack, welches man mit dem dazu gehörenden Trageriemen auch wunderbar mitnehmen kann.


Werkzeug und Flickzeug werden bei diesem Rad nicht in meiner noch vom Mountainbike vorhandenen Topeak Satteltasche untergebracht, sondern in einer Vaude Cruiser Bag Rahmentasche. Somit bleibt zwischen Gepäckträger und Sattel mehr Platz, um dort bei Bedarf einen Packsack mit Zelt etc. aufzuschnallen. Die Cruiser Bag lässt sich variabel im vorderen oder hinteren Rahmendreieck festschnallen und verfügt über ein Hauptfach mit eingenähten Gummibändern zur Fixierung, damit kein Werkzeug klappert, einer kleinen Innentasche, sowie ein von der anderen Seite zugängliches Nebenfach.

Über die Kleinanzeigen von eBay bin ich inzwischen auch auf einen günstigen, wenig gebrauchten Brooks B17 Aged gestoßen. Glücklicherweise habe ich in der Nähe des Inserenten Verwandschaft, die so lieb ist und mir den Sattel dort abholt. Somit fehlen vorerst nur noch vernünftige Pedale.

Da ich mit dem Fahrrad fast täglich unterwegs bin, war mir zudem wichtig, dem Fahrradklau so weit vorzubeugen, wie es eben möglich ist. Neben entsprechendem Bügel- und Segmentschloss zähle ich dabei auf Abschreckung. Hierzu dient die gut sichtbar angebrachte Fahrradcodierung, durch welche das Rad personalisiert wurde und eindeutig mir als Besitzer zuzuordnen ist. Nach dem Anbringen der Codierung habe ich das Fahrrad dann noch bei der Polizei registrieren lassen. Hiermit sind Codierung, Rahmennummer und die wichtigsten Fahrradmerkmale der Polizei bekannt und könnten im Falle eines Falles dabei helfen, das Rad als gestohlen zu erkennen und mich als Besitzer ausfindig zu machen. Bleibt zu hoffen, dass dieser Fall nicht noch einmal eintritt. Das letzte Mal, dass mir ein - zugegebenermaßen unzureichend gesichertes - Fahrrad gestohlen wurde, ist aber auch schon etliche Jahre her.

Freitag, 8. Mai 2015

Tourenradeln

Nach längerem hin und her Überlegen, wo ich mir welches neue Fahrrad kaufen könnte, habe ich mir letztendlich beim Fahrradhändler "um die Ecke" ein Trekkingrad bestellt. Klar, im Internet gab es ebenfalls sehr attraktive Angebote für mein Budget, aber support your local bike dealer! Zumal Fahrrad Röding noch so ein echtes Relikt früherer Zeiten ist, das schon mein Großvater kannte. Herr Röding machte mich auf die Räder der Berliner Traditionsmarke BBF aufmerksam und letztendlich fiel meine Wahl auf das BBF Paris, ein Trekkingrad des mittleren Preissegments mit durchaus angemessener Ausstattung. Gut, gemessen an dem, was in einschlägigen Reiseradforen und -Gruppen als das optimale Reiserad angesehen wird, habe ich eher ein "Billigrad", aber ich sehe das eh etwas differenzierter. Ich möchte ja nicht auf Weltreise, durch die Steppe oder ähnliches radeln. Ich plane auf längere Sicht eher den einen oder anderen Radfernweg kennenlernen und mit der Bahn hin oder zurück reisen. Hierzu werden an meinem neuen Trekkingrad nicht ganz so viele Modifikationen nötig sein. 


Bisher habe ich lediglich in einen kleinen Bikecomputer Sigma BC 5.12 investiert, sowie in ein Segmentschloss und Tour Deluxe Pro Ergogriffe mit integrierten BarEnds von contech, da ich bei den original Griffen relativ schnell Probleme mit einschlafenden Handballen bekam. Der Flaschenhalter stammt noch von meinem inzwischen verkauften Mountainbike. Von diesem habe ich außerdem die Satteltasche mit dem Flick- und Werkzeug zurück behalten. Zudem befinden sich momentan die Ortlieb Back-Roller und die Ultimate4 Lenkertasche der Globetrotter-exklusiven Orange Line auf dem Weg zu mir. Über einen passenden Lowrider für die Suntour Federgabel und die Front-Roller mache ich mir später eventuell mal Gedanken. Davor würde ich erst einmal über etwas griffigere Tourenpedale aus Metall als Ersatz für die doch etwas klobigen Kunststoffpedale nachdenken und vielleicht über einen richtig guten Sattel, wie etwa den Brooks B17. Zum Glück habe ich noch etwas Reserve auf dem Sparkonto, aber erst einmal muss sich das Rad bewähren.

Gerade heute hatte ich auf dem Nachhauseweg mal wieder eine inspirierende, wenn auch erst einmal etwas skurrile Begegnung. Auf dem Gehweg neben der Ampel stand eine vermeintliche Tourenradlerin mit voll bepacktem Fahrrad suchend über eine Straßenkarte gebeugt und wie so oft bei uns in Worms sichtlich desorientiert. Das habe ich schon oft beobachtet und spreche die Radfahrer dann immer gerne an, um zu schauen, ob ich weiterhelfen kann. Alte irische Schule quasi. Das Radwegenetz in Worms ist nämlich extrem mangelhaft gekennzeichnet, wenn überhaupt vorhanden (Die Stadt Worms sucht schon seit längerem verzweifelt einen ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten). Neugierig, wie ich war hielt ich also kurz an und sprach die Person an. Geblümtes halblanges Kleid, Leggins und solche hoch geschnürten Damensandalen fand ich als Raddress schon interessant. Die dann doch eher maskuline Gestalt, tiefe Stimme und flache Brust ließen mich dann doch eher auf einen Mann schließen. Kleiner Aha-Effekt, aber ich bin ja tolerant. Viel interessanter war sowieso die Tatsache, dass auf einem der Front-Roller ein DK-Länderaufkleber prangte. Cool! Die Tour sollte von Dänemark kommend nun hinüber ins Elsass und dann am Rhein entlang nach Basel führen. Der/die Radler/in (sorry, bin unschlüssig) war bereits auf der B9 gelandet und wieder umgedreht. Ich freute mich, nach einer kleinen Unterhaltung mit entsprechenden Richtungsangaben helfen zu können und erinnerte mich danach wieder an die eine oder andere Begebenheit in Irland, wo ich diese Art der Hilfsbereitschaft vor Jahren mehrfach kennenlernen durfte. Menschen, die einfach mal anhalten und einen vielleicht ja Hilfe suchenden Reisenden ansprechen. Damals hatte ich mir vorgenommen, das an andere Menschen weiterzugeben. Erneut Auftrag erfüllt :-)

Ach so, habt Ihr eigentlich schon das neue Bike & Travel Magazin kennengelernt? Ausgabe Nummer eins gibt es gerade aktuell für fünf Euro am Kiosk. Es stammt vom Verlag meines abonnierten kajak Magazins. Mal gespannt, wie sich dieser neue Ableger macht.

Freitag, 10. April 2015

Good News

Nach einigen Besuchen in der Tierklinik, einigen Wochen Medikation, entsprechender Schonung und dazu wohl auch Dank der immer milder werdenden Temperaturen erholt sich meine Hündin tatsächlich immer mehr. Darüber bin ich natürlich froh und die Verordnung der Tierärztin, ihr viel gleichmäßige Bewegung zu verschaffen, scheint doch noch realisierbar zu sein. Das kommt auch mir zugute, hatte ich die letzten Monate doch eher wenig Gelegenheit zu längeren Gängen und fühle mich langsam viel zu träge. Nichtsdestotrotz bin ich nach wie vor dran, mich nun auch mit Tourenrädern und Radreisen auseinanderzusetzen. Finanziell ist bei mir leider nicht das drin, was viele als vernünftiges Reiserad empfehlen würden, aber nachdem ich nun wohl jeden Fahrradhändler in unserer Stadt abgeklappert habe, tendiere ich inzwischen am ehesten zu einem Bergamont Vitess 5.0. Das steht immerhin auch zur Besichtigung und Probefahrt zur Verfügung. Im Gegensatz dazu bietet mir ein anderer Händler lediglich Kataloge und bestellt mir daraus auf Wunsch gerne ein Rad. Von BBF gibt es darin zwar ein interessantes Trekkingrad in ähnlicher Preisklasse, aber ich kaufe sowas nicht gerne nach einem kleinen Foto und einer Handvoll technischer Daten aus dem Katalog. Bevor ich mich endgültig entscheide muss aber eh erst einmal mein Mountainbike verkauft sein. Ich habe keinen Platz für zwei Fahrräder und kann auch das Geld gut gebrauchen. Sollten meine Kleinanzeigen wie bisher nichts bringen, dann versuche ich es am 18.04. beim Wormser Gebraucht-Fahrradmarkt (nähere Infos beim ADFC). Vielleicht ja auch eine gute Gelegenheit, um mich nach einem gebrauchten Tourenrad umzuschauen.

Donnerstag, 19. März 2015

Ich lebe noch...

Lange nichts gepostet, aber leider bin ich zur Zeit etwas eingeschränkt, was Outdoortätigkeiten angeht. Meine Hündin Tara leidet inzwischen sowohl an der Wirbelsäule wie auch an der Hüfte an Arthrose und mag und kann leider nicht mehr weit laufen. Neben der eh schon nötigen Medikation wegen ihrer Epilepsie sind nun also weitere Tabletten nötig und zusätzlich landet in ihrem Futter regelmäßig Grünlippmuschelpulver. Lecker. Eigentlich soll sie ja in Bewegung bleiben, aber dies bereitet ihr inzwischen durchaus Schmerzen, wie sich immer wieder erkennen lässt. Auch für mich eine belastende Situation, wie man sich denken kann. Noch weiß ich nicht, wie es weitergeht.

Nichts desto trotz hatte ich mit Martin zusammen eigentlich schon letztes Jahr eine Paddeltour auf dem Main in Erwägung gezogen. Die geringe Akzeptanz von Hunden an den Kanustationen bedeutete dann letztendlich allerdings das Aus für die Tour. Tipps in dieser Richtung wären mir willkommen. Vielleicht gibt es ein erreichbares Wanderflüsschen, auf welchem man bedenkenlos Mehrtagestouren mit Hund unternehmen kann? Eventuell ja bei Übernachtungen auf Biwakplätzen, so weit vorhanden?

Außerdem habe ich mich dazu entschlossen, mein Specialized Mountainbike zu verkaufen. Ich möchte mir ein Trekkingrad zulegen, das für zukünftige Planungen auch als Reiserad nutzbar ist und nutze das Mountainbike eh schon lange nicht mehr. Der Markt an Trekkingrädern ist allerdings groß und unübersichtlich. Viele erschwingliche Räder, die im Netz auf den ersten Blick interessant ausschauen, haben an anderer Stelle bereits mehrfach schlechte Kritiken erhalten, vernünftige Räder wollen erst einmal bezahlt werden. Die Auswahl bei unseren örtlichen Händlern ist leider relativ beschränkt. Immerhin kann man dort aber im Gegensatz zu Onlinehändlern auch mal ein interessantes Rad testen und aus der Nähe anschauen. So bin ich inzwischen auch auf die Trekkingräder der BBF Bike GmbH aufmerksam geworden. Kein Hightech, aber durchaus solide. Etwas Geld fehlt mir aber noch. Sollte also zufällig ein Leser Interesse an meinem Mountainbike haben, der Preis wäre VHB ;)

Mittwoch, 30. April 2014

Ray Mears' Canadierabenteuer auf Youtube

Hin und wieder stöbere ich mit verschiedenen Suchbegriffen auf den Videoportalen im WWW. Dabei stieß ich gestern auf einen netten Film über einen Kanutrip von Ray Mears, einem britischen Bushcraft-Spezialisten, Autor und Filmemacher, manchen vielleicht auch bekannt aus der Reihe Durch Kanadas Wildnis, welche zur Zeit auf dem Spartensender ProSieben MAXX läuft. In Zusammenarbeit mit der BBC entstanden zwischen 2002 und 2004 zwei Staffeln der Reihe Ray Mears Bushcraft, die ich bisher bedauerlicher Weise nicht kannte. Umso mehr freute es mich, ein paar Teile der zweiten Staffel auf Youtube zu entdecken. Seinen Kanultrip auf dem kanadischen French River habe ich sehr genossen. Leider ist die Auflösung nicht sehr hoch, aber auf den Fernseher gestreamt war es dennoch ganz in Ordnung. In der gezeigten Umgebung schlägt Paddlers Herz natürlich hoch und Ray Mears paddelt bei der Tour auf den Spuren der Voyageurs, Pelzhändlern und Transporteuren, die zum Beispiel für die Hudson’s Bay Company arbeiteten. Nebenbei gibt er immer wieder durchaus nachvollziehbare Bushcraft-Tipps. Ich hätte danach direkt meine Ausrüstung packen und starten können, wenn es vor meiner Haustür nur die passende Natur gäbe.

Das Kanuabenteuer bette ich hier ein. Es handelt sich dabei um Teil zwei der zweiten Staffel. Teil eins wird aber nicht minder interessant sein. Darin geht es um den Bau seines Birkenrindenkanus. Diesen werde ich mir wohl heute zu Gemüte führen.


Sonntag, 9. März 2014

"Landflucht"

Frühling, blauer Himmel, Sonnenschein. Das Traumwetter hätte mich eigentlich zum Paddeln verführt, aber schon heute Vormittag beim Hundespaziergang wurde mir klar, dass ein Ausflug zu einem der nahe gelegenen Altrheinarme heute nicht unbedingt zu einer gemütlichen kleinen Paddeltour in beschaulicher Stille geführt hätte. Wahre Blechlawinen wälzten sich schon zeitig durch die Straßen und jeder war erpicht darauf, an die frische Luft zu kommen. Picknickdecken, Volleyballnetze, es wurde sowohl Fußball wie auch Football gespielt, auf der Slackline balanciert oder auch einfach nur auf Parkbänken entspannt. Wie es da erst am und um den Rhein ausschaut kenne ich ja. Also nur den kleinen Rucksack gepackt, den Hund angeleint und so schnell es geht an all der Hektik vorbei und ab ins Feld und Naturschutzgebiet. Dort gibt es quasi mitten in der Pampa einen Platz mit einem kleinen Mäuerchen zum Setzen, wo ich auch schon mal im Winter meinen selbstgebauten Holzvergasungsofen getestet hatte. So hatten wir einen schönen ausgedehnten Spaziergang und konnten die Sonne an einem netten Plätzchen in der Natur ganz in Ruhe genießen. Mein Hund fands auch toll und wälzte sich genüsslich auf der Wiese herum. Das Anpaddeln verlege ich dann lieber mal auf einen der kommenden Tage.


Dienstag, 4. März 2014

Frühlingsboten

Herrlich, es beginnt meine Jahreszeit. Zusammen mit der Vegetation blühe auch ich auf, schließlich bin ich selbst ein Frühlingskind. Im Wald habe ich Teppiche blühender Schneeglöckchen entdeckt und musste sie wenigstens mit dem Handy fotografieren. Nach einer Bearbeitung in Picasa war das Ergebnis in meinen Augen sogar ganz nett:

Frühlingsboten (Für Originalgröße anklicken)
Wenn jetzt noch der Boden etwas abtrocknet macht es wieder richtig Spass, sich in der Natur zu bewegen. Ich kann es nicht erwarten, den Faltcanadier auf den Altrhein zu bringen und ab 01. April eröffnen auch die Pfälzer Trekkingplätze wieder. Endlich!

Donnerstag, 7. November 2013

Aus dem Off...

Tja Leute, so kann es gehen, wenn man sich nach einiger Recherche ein freies Antimalwaretool und eine mir eigentlich früher schon bekannte Sandbox installiert. Plötzlich sind aus unerklärlichen Gründen alle Systemwiederherstellungszeitpunkte weg und das Notebook hängt sich ständig auf. Einzig der Mousezeiger ließ sich noch bewegen, aber ansonsten absolutes Freeze. Natürlich kommt man nicht gleich darauf, was nun genau das Problem ist, aber das Blog zu pflegen wird plötzlich unmöglich gemacht. Mit dem Tablet kann man das leider auch vergessen, da die App zu mager ist und mir das Tippen längerer Texte mit meinen Wurstfingern darauf eh zu anstrengend ist. 
Bei meinem Notebook dachte ich ja erst an einen fiesen Virus, konnte aber nichts finden. Auch zahlreiche derweil veröffentlichte Updates für mein Windows 7 und die Deinstallation der beiden Tools brachten keine Besserung, bis mir meine Kusine letztens Wise Care 365 empfahl. Mit dieser Tune-Up-Lösung konnte ich nicht nur meine Registry wieder korrigieren, sondern gleich mal den ganzen Rechner entrümpeln. Siehe da, es funzt endlich wieder!

Zwischenzeitlich hatte ich Anfang September eigentlich vor, mir endlich mal den Limeswanderweg anzuschauen. Schon im Frühjahr hatte ich mir das offizielle Kartenmaterial dafür besorgt und mich im Internet darüber informiert, nun verschlug mich eine Geburtstagsfeier nach mehr als zwanzig Jahren mal wieder nach Bad Hönningen. Outdoorhose und Wanderschuhe waren extra im Gepäck, alle Fotoakkus geladen und eine ausreichend große Speicherkarte eingesteckt. Mein altes Tunnelzelt sollte auch mal wieder zu Ehren kommen. Dieses baute ich auf der Wiese neben dem Schützenhaus in Rheinbrohl Arienheller auf. Hier fand die Geburtstagsfeier von Steve statt, den ich noch aus meinen Bikerzeiten kenne. Wir hatten uns rund vierundzwanzig Jahre lang nicht gesehen. Ihn und einige der alten Jungs nach so langer Zeit noch einmal zu treffen war großartig. Es gab Catering, Livemusik und für meinen Hund jede Menge Leute, die gerne mal einen Stein wegkicken oder werfen. Dass meine Tara das dann aber über zehn Stunden lang wie aufgezogen ausnutzte, machte mich fertig. Nachts um halb drei war sie so aufgedreht, dass sie sich erst einmal strikt weigerte, mir ins Zelt zu folgen. Müde und alkoholisiert kann einen so etwas schon ein wenig nerven. Dann, endlich im Zelt und wie es schien gerade eingeschlafen, ging plötzlich die Welt unter. Ich wurde wach und überlegte, ob das nun noch heftiger Regen, oder schon Hagel war und ob das Zelt diese Tortour überstehen würde. Heftige Donner rollten irgendwo fern über mir und ich zählte ständig die Sekunden zwischen Blitz und dem Donnergrollen. Das Innenzelt schwamm regelrecht auf einem Wasserbett. Ich fühlte mich auf die Isle of Skye zurück versetzt. Selbes Zelt, ähnliche Wetterbedingungen. Und meine Schuhe standen natürlich auf dem blanken Boden im Vorzelt. Perfekt. Auf jeden Fall dauerte es geraume Zeit, bis ich endlich wieder einschlief. Das Erwachen, gefühlt kurz danach, war entsprechend ernüchternd. Mein Kopf fühlte sich an, als hätte er etwa das Doppelte seines normalen Umfanges. Ich benötigte all meine verfügbare Energie, um aus dem Schlafsack in die Klamotten und die klammen Schuhe und dann auch noch aus dem Zelt zu kommen, angetrieben von dem Gedanken, Wasser zu holen und meinen Kocher zu starten. Letzte Rettung: Koffein in austreichend hoher Dosis. Derweil organisierte sich Tara schon wieder den nächsten Stein und war sofort bereit weiter zu spielen. Über dem Wald hing der Dunst und alles war klitschnass. Zu allem Überdruss begann es schon wieder zu nieseln. Ok, Regenjacke zu, Kapuze auf und bewaffnet mit einem Thermobecher voller heißem Kaffee erst einmal eine Hunderunde, den Berg rauf in Richtung Wald. Schnell merkte ich allerdings, dass weder das Wetter noch ich an diesem Tag zu höchstleistungen auflaufen würden. Irgendwie sehnte ich mich nur noch auf meine Couch und wunderte mich, wie ich das alles früher so weggesteckt habe. Man wird wohl doch langsam alt. Selbst für das Frühstück in der Kneipe in Bad Hönningen, zu dem ich eigentlich noch eingeladen war, fand ich weder Appetit noch Antrieb. Anschließend dann auch noch den Limeswanderweg anzugehen war plötzlich völlig indiskutabel. Ich traf dann zurück am Zelt noch einen älteren Herren vom Schützenverein, der sogar meine Heimat kannte. Wir plauderten noch einige Zeit, bis mein letzter Kaffee leer war und schon ein wenig später fand ich mich auf der Fähre nach Bad Breisig wieder. Schönes Fest, extrem kurze Nacht, müde und einen dicken Kopf, aber alle anderen Dinge mussten einfach erst mal vertagt werden. Limeswanderweg, ich werde wieder kommen...

Mittwoch, 24. April 2013

Quasi alte Bekannte

Als ich heute gerade mit meinem Hund auf dem Rückweg von unserem Spaziergang war, entdeckte ich in unserem Stadtpark schon von weitem ein rotes Reiserad und einen Mann, der gerade ein Zelt aufbaute. In mir keimte direkt ein Verdacht auf und ich schlug noch einmal einen Haken hinüber, um mich zu vergewissern. Tatsächlich wurde ich da von Werner Schäfer mit einem Hallo begrüßt. Er ist der Reiseradler, den ich vor rund zwei Jahren unter ähnlichen Bedingungen kennenlernte und darüber hier im Blog berichtete, Damals war er ebenfalls im Stadtpark und überprüfte seine Ausrüstung für eine Radtour zum Gardasee. Wie er mir heute erzählte, war er letztes Jahr ans Nordkap geradelt. Hierüber gab es sogar einen Artikel in der Wormser Zeitung. Nun plant Werner das selbe Ziel über eine andere Route noch einmal zu erreichen. Nach einer langen und intensiven Planungsphase hat er eine reizvolle Tour entlang der norwegischen Westküste ausgearbeitet. Hier erwarten ihn großartige Landschaften, aber sicher auch einiges an Beinarbeit. Für einen sportlichen Mann Anfang siebzig aber bestimmt kein Problem. 
Sein Equipment hat er übrigens inzwischen etwas angepasst. Statt des kleinen Jack Wolfskin Gossamer ist jetzt ein erheblich geräumigerer Tunnel von Salewa dabei; ich tippe auf die hellgrüne Variante des Ontario III. Außerdem hat Werner bei seiner letzten Tour festgestellt, dass er zwar viele Fotos seines Fahrrades hatte, aber fast keine von sich selbst. Aus diesem Grund ist neben der neuen Kompaktkamera mit integriertem GPS auch das ultraleichte Tamrac ZipShot Reisestativ mit dabei, das mir recht gut gefiel. Der kommenden Tour sollte also nichts mehr im Wege stehen und ich wünsche ihm natürlich wieder alles Gute.

Montag, 15. April 2013

Globeboot Nachlese

Gestern habe ich meinen Tag auf der Globeboot am Langener Waldsee verbracht. Bei dem ja schon sehnlichst erwarteten Bilderbuchwetter war die Veranstaltung natürlich gut besucht. Seit meinem letzten Besuch in 2010 scheint sich die Globeboot auch ein wenig gemausert zu haben. Neben der gewohnten Zeltausstellung, den zahlreichen Testbooten und dem Infostand von Globetrotter waren einige weitere Aussteller, ein lustiger Piaggio Ape Dreirad-Imbißwagen und ein Getränkeausschank vor Ort. Die größere Vielfalt gefiel mir insgesamt schon recht gut, muss ich sagen. Da wurde per Lautsprecherdurchsage zu einem Fotoworkshop aufgerufen, Garmin stellte eine Auswahl der gängigsten GPS-Geräte vor, Keen betrieb einen kleinen Schuhstand, an einem Zelt konnte man sich das Wachsen von Hosen mit Nikwax zeigen lassen und selbst Campingmobile fanden hier ihren Ausstellungsplatz. Ich selbst war an diesem Tag noch unten an einem der Bootsstände am Strand verabredet, weshalb ich mir für die Ausstellung oben leider nicht ganz so viel Zeit nehmen konnte. Ein paar Bilder habe ich trotzdem gemacht und möchte natürlich auch ein paar Worte dazu schreiben.

Auf der Zeltausstellung fielen mir als erstes die Zelte von Tentipi auf. Vor allem das feuerrote Tentipi Zirkon 5 light. Mit einem Durchmesser von 1,98 m und einer mittleren Stehhöhe von 2,30 m ist es für vier bis sechs Personen ausgelegt, wobei ich sechs Personen in diesem Zelt schon als extrem kuschelig empfinde. Dafür soll das Zelt mit seinen extra Abspannleinen extrem sturmstabil sein. Durch das wohl extra patentierte Belüftungssystem lässt sich im Zirkon 5 sogar Feuer machen. Außerdem lässt sich darin ein Zeltofen betreiben. Ein Mückennetz kann bei Bedarf oben an der Zeltspitze um die Mittelstange zugezogen werden. Optional gibt es dazu einen losen Zeltboden oder sogar ein Innenzelt. Ohne diesen Zubehör kommen wir auf ein Packgewicht von rund 4 kg. Für Gruppen oder Paddler ok.


Tentipi Zirkon 5 light

Interessant fand ich, wie schnell bewährte Zelte immer wieder kopiert werden. Paradebeispiele hierfür fand ich dieses Mal bei Eureka. Unter dem Namen Eureka Wicki Up 3 SUL und 4 SUL haben diese nämlich bei den Shangri-La´s von Golite abgekupfert und ich muss gestehen, dass es mir von Weitem fast nicht aufgefallen wäre. zuerst dachte ich an eine neue Modellvariante, die mir bisher entgangen wäre. Zumal die Abmessungen sehr ähnlich sind, das Aussehen bis auf die Farben praktisch identisch. Bei näherem Hinsehen kam dann das Aha-Erlebnis. Allerdings gehört im Gegensatz zum Original das Innenzelt bei Eureka zum Lieferumfang. Dafür scheint es für die Wicki SUL keinen optionalen einknüpfbaren Zeltboden zu geben.


Eureka Wicki Up 4 SUL

Eureka Wicki Up 3 SUL

Die aufblasbaren Zelte von Heimplanet haben mich zugegebenermaßen etwas überrascht. Als ich das erste Mal etwas darüber las war ich recht skeptisch. Schon rein optisch entsprechen diese dicken aufblasbaren Luftrahmen nicht meinem Geschmack. Die Stabilität fand ich dann allerdings doch erstaunlich. Die Luftkanäle lassen sich knallhart aufblasen und die Zelte tatsächlich stabil stehen. Wie das nun bei Sturm und harter Beanspruchung ausschaut weiß ich natürlich nicht, aber bei dem 2 Personen Zelt The Wedge und dem 2-3 Personen-Zelt The Cave handelt es sich sowieso eher um Reise-, nicht um Trekkingzelte. Schließlich muss man zu dem etwas höheren Gewicht noch die benötigte Luftpumpe kalkulieren. Zumindest der Hersteller gibt aber an, dass die Zelte eine sehr gute Windstabilität besitzen würden.


Heimplanet "The Wedge" und "The Cave"

Eine weitere Zeltform, die schon vor langem ihre Anhängerschaft fand, ist das Einbogenzelt. Das kleine Tunnelzelt für den gewichtsbewussten Solotrekker kennt man ja schon seit dem Hilleberg Akto. Dieses war mir als kreuzlahmem Krüppel allerdings immer zu eng. Da bot das Helsport Ringstind 2 schon erheblich mehr Platz. Vaude hat mit dem Power Lizard SUL ebenfalls eine Version für eine oder zwei Personen am Start und dafür auch schon 2011 sehr gute Bewertungen erhalten. Die absoluten Leichtgewichtskönige dieser Konstruktionsweise dürften aber die Nordisk Telemark 1 und Telemark 2 mit unter einem Kilogramm in der ULW-Variante sein. Und das mit Innenzelt und seitlicher Apside.


Helsport Ringstind 2

Vaude Power Lizard SUL 1-2, im Hintergrund das 2er

 Nordisk Telemark 2

 Nordisk Telemark1


Am Stand von Trek´n Eat, der ehemaligen Trekkinmahlzeiten aus Mörfelden-Walldorf, wurde ich netterweise zum Testen aufgefordert und bekam hierzu eine Packung Chana Masala (indischer Kichererbsen-Reistopf) in die Hand gedrückt. Super, denn einen Artikel über Trekkinggerichte habe ich eh in Vorbereitung. In diesem Zusammenhang werde ich Euch dann auch den neuen (H)EAT Insolation Pouch näher vorstellen, ein Pot- und Beutel Cosy zum Warmhalten, auch als Topflappen verwendbar.

Näher in Augenschein nehmen konnte ich an diesem Stand dann auch den neuen Optimus Vega, der beim outdoor Magazin im Test ja immerhin mit Gut abschnitt. Viel mehr ins Auge fiel allerdings der Optimus SVEA, den ich das erste Mal in die Hand nehmen konnte. Optimus selbst bezeichnet diesen Benzinkocher als Kultkocher der Kletterszene. Kultig ist er definitiv und eingepackt hätte ich ihn am liebsten direkt.


Optimus Vega

Optimus SVEA

Aus Holland waren außerdem Messerprofis des amerikanischen Herstellers Spyderco angereist. Neben allerhand scharfen Klingen konnte man sich hier das Triangle Sharpmaker Set vorführen lassen. Eine interessante, wenn auch nicht ganz günstige Vorrichtung mit Keramikeinsätzen zum Freihandschärfen, bei der man trotzdem mehr oder weniger den richtigen Winkel beibehalten kann.

Spyderco Trinagle Sharpmaker

Endlich bei den Booten unten am Strand des Langener Strandbades angekommen interessierte mich dieses Mal eigentlich nur ein Hersteller und ein Modell: Das Ally Challenger 17 DR. Diesen Faltcanadier stelle ich aber noch in einem separaten Bericht vor. Das braucht allerdings noch etwas Vorbereitungszeit.

Ally Challenger 17 DR

Mittwoch, 27. März 2013

So testet man beim outdoorblog.ch

An dieser Stelle viele Grüße nach Zürich! Andreas vom outdooblog.ch zeigt in seinem Artikel Urban Outdoor Gear Testing mit einem großen Augenzwinkern, wie man eine Outdoorjacke testet, wenn man gerade mal nicht auf Tour unterwegs sein kann. Es handelt sich hierbei um die Snaefell Jacket Hardshell von 66° North. Das Video hat mir gerade sehr viel Spass gemacht und ich teile es mit Freuden:

Dienstag, 22. Januar 2013

Der Sohn des Weges - Blog

Eher zufällig stieß ich heute beim Durchstöbern von Wander-Blogs auf ein sehr spezielles Weblog, das mich wirklich beeindruckte. Man findet ja immer wieder Berichte von Leuten, die ihr bisheriges Leben, Jobs und Wohnungen aufgeben, um für eine längere Zeit auf Weltreise zu gehen. Oft lange vorausgeplant, inclusive teurem Weltreise-Flugticket (z.B. www.aroundtheworldticket.de, www.statravel.de etc.) und dem Ziel, in der verfügbaren Zeit möglichst viel von der Welt zu sehen und zu erleben. Die beiden Brüder Kareem und Haliim möchten da ihren eigenen Weg gehen. Als, Zitat Kareem, Spezies Mensch, Erdenbewohner, Gottesdiener, der Spaltung nach Rasse, Herkunft, Religionszugehörigkeit überdrüssig, sind sie auf der Suche nach dem Wesentlichen, der Schönheit der Natur und der Liebenswürdigkeit der Menschen und geben dafür alles auf. Zwei Jahre ihres Lebens möchten sie in eine Pilgerschaft nach Mekka investieren und ihre Erlebnisse von unterwegs über ihr Blog mit anderen Menschen teilen. Anfang März soll es losgehen. In Neuss am Rhein. Zuerst den Rhein entlang, immer den Jakobswegen folgend, über Frankreich und Spanien nach Marokko, der Küste folgend über Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, vorbei an Israel, dem Roten Meer folgend über Jordanien bis nach Saudi Arabien und Mekka. Das ist ein Vorhaben, dem wohl jeder Jakobspilger seinen höchsten Respekt zollen sollte. Zwei Jahre Pilgerreise mit Rucksack und Zelt, teils durch Regionen, die wir alle durch immer neue Bilder und Berichte in den Nachrichten kennen. Junge, meinen Respekt habt Ihr definitiv! Es heißt ja immer, der Weg sei das Ziel. Dieser Weg wird ein weiter sein und hoffentlich ein umso bereichernder.

Das Weblog findet Ihr unter der URL sohndesweges.blogspot.de

Montag, 14. Januar 2013

Morgen zweite Folge E.O.F.T. auf ZDFkultur

Morgen, Dienstag, den 15.01.2013 wird um 21:00 Uhr auf ZDFkultur die zweite Folge der European Outdoor Film Tour ausgestrahlt. Dieses Mal sind folgende vier Filme von der E.O.F.T. 2011/12 im Angebot:

  • BAFFIN BABES - Vier coole Frauen, 80 Tage, 1.200 Kilometer auf Skiern durch die arktische Eiswüste.

  • LIFE CYCLES - Eine ungewöhnliche Hommage an das Mountainbike.

  • DARKSIDE OF THE LENS - Aus den Augen des Surfer-Fotografen und Kameramanns Mickey Smith.

  • BEING THERE - Die besten Freeskier der Welt in den Fjorden Norwegens und auf den Lofoten.

Eine Vorschau zur Sendung gibt es HIER. Wiederholt wird sie zu folgenden Terminen: Di, 15.01.2013 um 23:35 Uhr, Sa, 19.01.2013 um 18:00 Uhr und 03:45 Uhr.

Freitag, 11. Januar 2013

The Walk - ein kleines Filmexperiment

Als ich 2007 diesen Blog begann und meine Schottlandtour plante, entschloss ich mich auch zum Kauf einer neuen Digicam, um möglichst schöne Erinnerungen zurückbehalten zu können. Mit der erworbenen Canon IXUS 60 konnte ich "damals" erstmals auch Videoclips in einer annehmbaren Qualität aufnehmen. Um mich mit der Kamera vertraut zu machen, nahm ich sie dann natürlich bei jeder noch so kleinen Wanderung mit. Dabei kam ich auf die Idee, mich, beziehungsweise meine Beine während des Laufens zu filmen. Eigentlich wollte ich damit nur testen, in wie weit bewegte Aufnahmen mit der kleinen Kamera überhaupt möglich waren. Allerdings kam mir dann plötzlich die Idee, dass sich daraus direkt ein Film basteln lassen würde. Ob ich nun einfach nur im Regionalpark RheinMain unterwegs war, auf Wochenendwanderungen im Taunus, Pfälzerwald oder Rhön, oder auf Tour in Schottland oder Lappland, fortan nahm ich danach auch immer kurze Filmsequenzen von mir beim Laufen auf. Ende 2008, also fast zwei Jahre später, hatte ich plötzlich eine beachtliche Sammlung an kurzen Videoclips angesammelt und begann erstmals damit, unbrauchbare Clips auszusortieren und aus dem verbleibenden Rest einen Film zusammen zu schneiden. Wie viel Zeit man damit verbringen kann, erstaunt mich rückblickend noch immer. Zumal man mit dem ersten Ergebnis meist noch nicht zufrieden ist und noch mal von vorne beginnt. So war das jedenfalls bei mir. Aber was macht man mit dem fertigen Film? Man lässt ihn erst einmal fast genau vier Jahre auf einer externen Festplatte schlummern. Gestern erinnerte ich mich dann wieder daran und beschloss den Upload bei youtube zu wagen und mich damit der öffentlichen Meinung zu stellen. Der Schuss kann natürlich auch nach hinten losgehen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also Jungs und Mädels, Kongo proudly presents The Walk (Neuer Cut, aus lizenzrechtlichen Gründen vorsorglich mit freier Musik von Josh Woodward gemixt)


Dienstag, 8. Januar 2013

Mal etwas träumen...

Heute habe ich beim Spaziergang mit meinem Hund mal ein wirklich nettes Spielzeug entdeckt. Eigentlich träume ich ja insgeheim von einem Land Rover Defender 110 als Reisefahrzeug. Im Gegensatz dazu stellte der Iveco 40-10 WV 4x4 (Turbo?) für mich heute Morgen ja schon fast die Endlösung dar. Ein umgebauter Kastenwagen, wohl aus den späten Neunzigern, als geländegängiges Reisemobil. Da fehlten auch keine Sandbleche. Das Fahrzeug hat mich so fasziniert, dass ich nicht umhin konnte, es von allen (Schokoladen-)Seiten zu fotografieren. Ich konnte mich und meinen Hund förmlich schon einsteigen und auf Reise gehen sehen. Auf nach Norden, immer in Richtung Nordkap und weiter nach Kirkenes, Boot auf dem Dach und Trekkingausrüstung an Bord, jede Menge Zeit und finanzielle Freiheit zur Durchführung... Was wäre man ohne Träume.

Kirkenes hat für mich eine besondere Anziehung. Vor vielen Jahren bekam ich von meiner Oma ein altes, handverziertes Zigarettenetui geschenkt, welches auf der Unterseite ein Seemannsmotiv mit dem Banner "Kirkenes 1944" zeigt, auf der Deckelseite eine nackte Schönheit am Strand, wie man sie sich von alten Seemannstätowierungen vorstellt. Seither lässt mich diese Stadt in der Finnmark irgendwie nicht mehr los und ich träume davon, dem Geheimnis dieses Zigarettenetuis mit einem passenden Fahrzeug sozusagen auf den Grund zu reisen. Aber ich schweife etwas vom Thema ab.

Zurückkommend auf den Iveco wollte ich noch erzählen, dass ich nach dem Spaziergang direkt einmal im Internet recherchieren musste, um welches Modell es sich bei dem Fahrzeug genau handelte. Wie sich herausstellte, ist diese Baureihe Turbo Daily 4x4 eine gerne genommene Grundlage für Expeditionsfahrzeuge und Weltreisen. Exemplarisch möchte ich die technisch recht informative Webseite von Bernhard Albicker und einen Thread über den Umbau eines Iveco 40-10 Doppelkabiners aus dem Forum des Expedition Portals nennen. Mann, wenn ich mal groß bin und viel Geld verdiene, möchte ich das auch gerne machen. Bei mobile.de habe ich zum Beispiel folgendes Angebot entdeckt: Iveco Turbo Daily 4x4 Allrad Expeditionsfahrzeug mit Wohnmobilausbau auf Grundlage eben jenes Kastenwagens, EZ 05/1999, 260.000 km, Dieselmotor mit 78 kW (106 PS) für schlappe 24.900,- Euro. Dafür muss Onkel Kongo aber noch viel stricken...

Mittwoch, 2. Januar 2013

Podcast-Ebbe im Outdoorbereich?

Als Erstes möchte ich Euch noch ein frohes Neues Jahr wünschen. Nun schreiben wir bereits das Jahr 2013 und mein Blog wird diesen Monat tatsächlich sechs Jahre alt. Wenn man bedenkt, dass ich ursprünglich lediglich über die Planung und Durchführung der Tour über den West Highland Way schreiben wollte, ist das doch eine lange Zeit. Leider haben sich in dieser Zeit nicht ganz so viele tolle Touren ergeben, wie ich es mir gewünscht hätte, aber das Thema Outdoor hat ja viele Facetten und interessiert mich nach wie vor genügend, um meinen Blog weiter zu betreiben. Leider kann man das von anderen Projekten nicht behaupten. Ich meine damit die deutschsprachigen Podcasts zum Thema Outdoor. Ambitionierte Startversuche gab es mehrfach, aber irgendwie kam keiner der Podcasts so richtig in Schwung. Allerdings muss man dies auch mal aus der Sicht der Betreiber sehen, die für ihre Podcasts im Gegensatz zu uns Bloggern erheblich mehr Arbeit und zeitlichen Aufwand investieren. Leuchtendes Beispiel war hier zum Beispiel Christian Holscher, der mit seinem Trekkingpodcast ein Projekt ins Leben rief, das innerhalb kürzester Zeit einen großen Zuspruch fand. Allerdings entwickelt sich damit auch der Druck, einer gewissen Erwartungshaltung der Zuhörerschaft gerecht zu werden. Christian konnte diesen Aufwand auf Dauer nicht betreiben und musste den Blog letztendlich leider aus beruflichen Gründen auf Eis legen. Versuche, den Trekkingpodcast zu unterstützen, scheiterten bedauerlicher Weise. 2009 berichtete ich dann von dem neuen Podcast Rucksacktiere von Hannes und Timo, dessen URL heute leider gar nicht mehr erreichbar ist. Es gab auch einige Blogger, die sich im Podcasten versuchten, dies aber meist nach ein paar Versuchen wieder einstellten. Einen Überblick gibt hier die Seite Podcast.de. Ansonsten kann ich aber leider keine interessanten Podcasts im Web ausfindig machen. Lediglich Arthur Konze wäre noch erwähnenswert. Er dürfte vielen von seinen Produkttests bei Odoo.tv bekannt sein und veröffentlichte 2011 auf der Seite Outdoor Podcast ein paar Beiträge zum Thema Ausrüstung. Leider kam auch da nichts mehr nach, aber er investiert ja immerhin nach wie vor viel Zeit in sein Odoo.tv und bleibt somit seinem ursprünglichen Konzept treu.

Was mir am eingangs erwähnten Trekkingpodcast so gut gefallen hat, war die akustische Teilnahme an Outdoorabenteuern. Man lernte etwas den Menschen hinter der Tour kennen, hörte von seinen Vorbereitungen, der verwendeten Ausrüstung und lauschte seinen Erinnerungen an den Tourverlauf, den damit verbundenen Erlebnissen und Erfahrungen. Ich wünschte mir viele weitere solcher Podcasts. 

Mit dem Thema Travelling schaut es da schon ein bisschen besser aus. Allerdings stehen hinter diesen Podcasts oftmals auch Radiosender, wie der SWR mit Weitwinkel oder RadioReisen vom BR, von denen es übrigens auch B5 für Bergsteiger gibt. Auch GEO hat mit GEOaudio einen umfangreichen Reisepodcast im Angebot. Diesen kann ich auch durchaus empfehlen, da es dort auch immer wieder mal abseits ausgetrampelter Touristenpfade geht, wie zum Beispiel in die Wüste, auf Trekkingtour in den Himalaya oder in die Arktis.

Anscheinend benötigt es einfach diese Professionalität, um lange und erfolgreich Podcasts zu produzieren. Wie soll ein Privatmensch das, zudem noch in einem Nischensegment, auf Dauer finanzieren und neben Arbeit und Familie genügend Zeit zur Produktion und Pflege der Website aufbringen. Außerdem ist man auf die Bereitschaft der Leute angewiesen, die sich für ein ausgedehntes Interview und die Veröffentlichung von Daten zu ihrer Tour zur Verfügung stellen. Wäre es nicht schön, eine Seite wie den Trekkingpodcast wieder aufleben zu lassen und mit vielen tollen Beiträgen zu füllen? Vielleicht bin ich aber auch nur ein alter Träumer.

Dienstag, 3. Januar 2012

Neues Jahr, neues Glück

Zuerst möchte ich noch allen ein frohes Neues Jahr wünschen. Mit mächtig viel und Unsummen von Geld verschlingendem Feuerwerk wurde dies in unserer Stadt begrüßt. Wahnsinn, was ich gestern früh auf meinem Heimweg für eine riesige Sauerei auf den Straßen und Gehwegen vorfand. Immerhin für meine Hündin endlich eine Gelegenheit, diese lästigen lauten Dinger zu beschnüffeln, die sie in der Nacht zuvor nur zu verbellen versuchen konnte.

Am ersten Januar hatten wir es über zwölf Grad warm. Das hat man schon ganz anders erlebt. Ob und wann der Winter nun kommt, scheint ja noch nicht entschieden zu sein. Einerseits nett, da man Heizkosten spart, aber andererseits habe ich schon seit einiger Zeit das Inook VXM Schneeschuh - Komplettset hier liegen und soll eigentlich einen Testbericht verfassen. Auf das Schneeschuhwandern freue ich mich schon, seit ich das Set erhalten habe. Wir haben bereits vor Monaten über eine Schneeschuhtour gesprochen, auf der wir die Inook VXM mit meinen Wolf Arctica 30 vergleichen wollten. Bleibt nun noch abzuwarten, ob das der Winter dieses Jahr hergibt. Momentan gibt es wohl zwei widersprüchliche Wettermodelle. Während das amerikanische Modell von einem anhaltend milden Wetter ausgeht, scheint das europäische Modell von einem Wintereinbruch etwa um den 06. bis 08. Januar auszugehen. Laut Wetterprognose-Wettervorhersage ist die aktuelle Wetterlage so komplex, dass man wohl einfach abwarten muss, wessen Prognose am Ende zutrifft.

Zwischenzeitlich habe ich noch einen Gutschein bei Globetrotter eingelöst und mir die kleine Relags Emaille Kaffeekanne bestellt. Die soll mir auch zuhause hin und wieder als Kaffeebereiter dienen, ist eigentlich aber vor allem für den Hobokocher oder das Lagerfeuer gedacht. Es gibt viele positive Bewertungen, aber auch Kritik zu diesem Artikel. Als alte Kaffeenase und Bastler habe ich dazu aber schon ein paar Überlegungen angestellt. Nun muss die Kanne aber erst einmal wieder lieferbar sein. Vielleicht schreibe ich darüber dann irgendwann noch einen kleinen Bericht.

Sonntag, 28. August 2011

Aus der Reihe "Begegnungen"

Es ist immer wieder schön, Leute mit den selben Interessen zu treffen. So entdeckte ich heute auf meinem nachmittäglichen Hundespaziergang schon von weitem erneut ein Zelt auf der Wiese unseres Stadtparks. Neugierig, wie ich nunmal bin, wollte ich mir das natürlich aus der Nähe anschauen und lernte dabei ein nettes junges Pärchen kennen, das kurz vor einer großen Reise steht. In wenigen Tagen fliegen sie in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator (Ulaanbaatar). Während ihrer fünfmonatigen Reise wollen sie China und die Mongolei erkunden. Als mobile Unterkunft für dieses Abenteuer haben sie sich für ein alpines Zelt von Decathlon entschieden, das einen überraschend guten Eindruck macht. Nicht zu vergleichen mit den billigen Wurfzelten die ich bisher von Quecha zu sehen bekam. Das Simond Bionnassay T2 ist ein schmaler Allwetter-Geodät, der sogar über Snowflaps verfügt. Polyester Ripstop und normales Aluminiumgestänge lassen dieses Zeltchen laut Herstellerangaben auf stolze 3,4 kg kommen, aber wenn die Verarbeitung stimmt, dann dürfte es damit auch recht stabil sein. Vielleicht bekomme ich ja in ein paar Monaten noch Feedback dazu, wenn die Beiden sich dann mit den Köpfen voller neuer Eindrücke noch an mich und meinen Blog erinnern. Ich wünsche auf jeden Fall eine gute Reise und tolle Zeit!