Samstag, 1. Oktober 2011

Ein Wochenende rund um die Große Kalmit

Herrliches Wetter war für vergangenes Wochenende vorhergesagt. Eine gute Gelegenheit, um noch einmal eine kleine Tour mit Übernachtung auf einem der Pfälzer Trekkingplätze zu unternehmen. Peter hatte für uns das Camp Nr. 7 auf der Großen Kalmit gebucht und sich eine schöne Rundwanderung ausgedacht. Wir trafen uns also am Bahnhof in Neustadt an der Weinstraße und machten uns bei sommerlichen Temperaturen zu viert auf den Weg.
Die Große Kalmit hat eine Höhe von 673 m ü. NN und ist damit nach dem geschichtsträchtigen Donnersberg (687 m ü. NN) der zweithöchste Berg des Pfälzerwaldes. Bei sommerlichen Temperaturen mit großen Rucksäcken auf dem Rücken sollte diese Tatsache für viel Schweiß sorgen.



Aus Trekking Pfalz
Vom Bahnhof liefen wir zuerst in Richtung Herz-Jesu-Kloster. Gleich zu Beginn des Waldweges fanden wir überall auf dem Boden reife Edelkastanien und Sammler der köstlichen Früchte kamen uns mit vollen Taschen entgegen. Esselkastanien, oder Keschde, wie die Pfälzer sagen, wurden wohl schon von den Römern hierher gebracht und sind mittlerweile fester Bestandteil der hiesigen Landschaft. Kein Wunder also, dass es auch einen entsprechenden Themenweg, den Pfälzer Keschdeweg gibt, über welchen wir uns den Nollenkopf hinauf bewegten. Also Oientierung diente uns die Wegmarkierung mit dem roten Punkt, die uns bald vom Keschdeweg weg und zum Hohe Loog Haus hinauf führte. Diese bewirtete Hütte des Pfälzerwaldvereins liegt auf dem Gipfel der Haardthöhe Hohe Loog (619 m ü. NN) und ist Treffpunkt vieler hungriger und durstiger Wanderer und Mountainbiker. Überhaupt scheint diese Gegend sehr beliebt bei Downhillfahrern zu sein. Regelmäßig kamen einem die Biker in voller Montur entgegen, aber immer mit Rücksicht und freundlich grüßend. Wir machten ebenso oft freundlich den Weg frei und ließen sie weiter talwärts holpern. So soll es sein. Nach einer kleinen Stärkung am Hohe Loog Haus ging es wieder bergab. Schön, wenn man weiß, dass nach jedem Bergab unweigerlich wieder ein Bergauf folgt. Aber mein Hund hatte viel Spaß unterwegs und lockerte die Stimmung auch auf anstrengenderen Passagen auf, stets bemüht, das ganze Rudel zusammenzuhalten. Schließlich erreichten wir über eine steile Treppe die Terrasse des Kalmithauses

Aus Trekking Pfalz
Von hier hat man übrigens bei klarem Wetter einen grandiosen Blick über die Rheinebene hinaus. Ich empfehle den virtuellen Panoramablick, um einen Eindruck zu bekommen. Hier füllten wir unsere Wassersäcke auf, bevor wir uns anhand der GPS-Koordinaten dem Trekkingcamp Nr. 7 annäherten. Wie wir befanden, neben Eußerthal eines der schönsten Camps im Pfälzerwald im lichten Nadelwald mit herrlicher Aussicht. Auf dem Areal sind mehrere Zeltplätze mit Steinkreisen abgeteilt. 

Aus Trekking Pfalz

Mein Golite Shangri-la 3 musste ich allerdings schon mehrfach ausrichten, um es einigermaßen einzupassen. Mit meinem Tunnelzelt hätte ich hier schon Probleme bekommen. Die Feuerstelle hingegen ist sorgfältig mit Steinen dick und hoch aufgeschichtet und verhindert sicherlich einigen gefährlichen Funkenflug. Zwei grob aus Stämmen gezimmerte Bänke bieten Sitzplatz für einige Leute. Simon hatte lediglich seinen Biwaksack dabei und machte sich ein gemütliches Lager zwischen einer der Bänke und der Feuerstelle zurecht. Bei der bevorstehenden milden Nacht war das überhaupt kein Problem. Abends bekamen wir noch Besuch vom zuständigen Ansprechpartner der Forstbehörde und wir erfuhren, dass es einerseits Überlegungen für ein achtes Camp gibt, andererseits aber durch das Bestreben, den Pfälzerwald zum Nationalpark zu machen, auf längere Sicht vielleicht alle Trekkingplätze wieder abgeschafft werden müssten. Und das, wo es seit Eröffnung der Plätze wohl noch nie Probleme gab und die Nutzer dieser Einrichtungen sogar immer ganz vorbildlich ihren Müll wieder mitnehmen und auch sonst fast keine Spuren hinterlassen. Trotzdem scheint es nicht nur Befürworter der Pfälzer Trekkingplätze zu geben. Diese Gegner scheinen bei uns leider noch immer nicht zu den bedrohten Arten zu gehören.

Aus Trekking Pfalz

Am kommenden Vormittag machten wir uns auf zum ebenfalls auf der Kalmit gelegenen Felsenmeer, das mit seinen riesigen Felsblöcken zu den Top-Bouldergebieten der Pfalz zählt. Immer dem weiß-grün markierten Weg folgend hielten wir uns in Richtung Totenkofhütte, dann durch das Finstertal wieder zurück in Richtung Neustadt. Eine ähnliche Route wird auch beim Wanderportal Pfalz vorgestellt und kann ohne größeres Gepäck und mit entsprechender Kondition auch an einem Tag gelaufen werden. Wir waren praktisch zwei halbe Tage unterwegs, um diese Rundtour zu bewältigen. Trotz einger Anstrengung eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung mit tollen Aussichten und genügend Möglichkeiten für Rast und Verköstigung.




Aus Trekking Pfalz

Dienstag, 20. September 2011

Globetrotter News

Bis zu 50 % Rabatt gibt Globetrotter Ausrüstung aktuell wieder auf ausgewählte Bekleidung, Taschen, Rucksäcke, Schuhe und Zubehör des amerikanischen Ausrüsters The Northface. Stöbern unter folgendem Link kann sich rentieren: www.globetrotter.de




Besonders freut es mich, dass nun endlich die neue E.O.F.T. 2011/2012 in den Startlöchern steht. Ab Oktober wird die European Outdoor Film Tour in ausgewählten Kinos in ganz Europa wieder Scharen von Fans anlocken. Neun Filme in 120 Minuten entführen die Zuschauer nach Baffin Island, Norwegen, auf den Gasherbrum II, in die raue See vor der irischen Küste, über den Lukuga River (Kongo :-), verfolgt den Lebensweg eines Mountainbikes, an den Castleton Tower in Utah, den Weg einer Plastiktüte bis zur größten Mülldeponie der Welt im Pazifischen Ozean und geht auf Seiltanz zwischen den Felsnadeln des Mont-Blanc-Massivs und Pariser Wolkenkratzern. 


Alle Termine und Tickets findet Ihr unter folgendem Link. Natürlich gibt es auch wieder einen Trailer

Offizielle Webseite: www.eoft.eu


Montag, 12. September 2011

Kleine Helferlein

Heute möchte ich zwei kleine Tools vorstellen, die auf Tour ab und an ganz nützlich sein können. Da wäre zum einen die kleine Taschenschaufel mit dem lustigen Namen iPOOd von Sea to Summit aus der Leave No Trace Products-Reihe. Die 100 Gramm leichte Schaufel für das große Geschäft unterwegs ist aus 6066-T6 Aluminum gefertigt und verfügt über ein hartanodisiertes Blatt, dessen Härte angeblich bei 70 HRC (Rockwell Skala C) liegen soll. Dieses Schaufelblatt wird über einen Federdruckknopf arretiert. Löst man diese Arretierung, so lässt sich die Taschenschaufel klein zusammenschieben und sicher im mitgelieferten Packsäckchen verstauen. Der hohle Griff lässt sich an der Oberseite öffnen und bietet Platz für Kleinigkeiten wie Feuerzeug etc. Ausgezogen hat die iPOOd fast 25 Zentimeter Länge, zusammengeschoben kompakte 14 Zentimeter und nimmt somit fast keinen Platz im Gepäck weg. Für mich dient die Schaufel bei Bedarf zum Beispiel zum Entfernen der Hinterlassenschaften meiner Hündin, zum Vorbereiten einer Lagerfeuerstelle oder dem Vertiefen einer Wasserschöpfstelle an flachen Bächen. Wer also nicht gerade einen Schützengraben ausheben muss, der hat hier ein anständiges Werkzeug in der Hand, das auch in sommerharten Boden eindringt. Für eine Preisspanne von rund 20,- bis 28,- Euro sollte man aber auch etwas erwarten können.


Das zweite Tool ist eine Handsäge des finnischen Markenherstellers Fiskars. Die SW63 wird in zwei Versionen mit Grob- oder Feinzahnung angeboten, wobei sich für unsere Zwecke eher erstere eignet (siehe Foto). Das Sägeblatt aus gehärtetem Stahl wird im Griff versenkt und mit einer Rändelmutter gesichert. Äste mit einem Durchmesser von bis zu 7 Zentimeter lassen sich mit dieser Säge bei richtiger Handhabung butterweich sägen. Als ehemals gelernter Schreiner bin ich von der Qualität wirklich begeistert. Die Länge des Sägeblatts beträgt 16 cm, die Grifflänge 20 cm. Die gesamte Säge wiegt laut Hersteller 95 g. Lediglich dem Gürtelclip möchte ich nicht so trauen, aber welcher Backpacker trägt schon unterwegs die Säge am Gürtel. Bleibt noch der Preis zu nennen, der im Schnitt bei etwa 20,- bis 22,- Euro liegt.

Sonntag, 28. August 2011

Aus der Reihe "Begegnungen"

Es ist immer wieder schön, Leute mit den selben Interessen zu treffen. So entdeckte ich heute auf meinem nachmittäglichen Hundespaziergang schon von weitem erneut ein Zelt auf der Wiese unseres Stadtparks. Neugierig, wie ich nunmal bin, wollte ich mir das natürlich aus der Nähe anschauen und lernte dabei ein nettes junges Pärchen kennen, das kurz vor einer großen Reise steht. In wenigen Tagen fliegen sie in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator (Ulaanbaatar). Während ihrer fünfmonatigen Reise wollen sie China und die Mongolei erkunden. Als mobile Unterkunft für dieses Abenteuer haben sie sich für ein alpines Zelt von Decathlon entschieden, das einen überraschend guten Eindruck macht. Nicht zu vergleichen mit den billigen Wurfzelten die ich bisher von Quecha zu sehen bekam. Das Simond Bionnassay T2 ist ein schmaler Allwetter-Geodät, der sogar über Snowflaps verfügt. Polyester Ripstop und normales Aluminiumgestänge lassen dieses Zeltchen laut Herstellerangaben auf stolze 3,4 kg kommen, aber wenn die Verarbeitung stimmt, dann dürfte es damit auch recht stabil sein. Vielleicht bekomme ich ja in ein paar Monaten noch Feedback dazu, wenn die Beiden sich dann mit den Köpfen voller neuer Eindrücke noch an mich und meinen Blog erinnern. Ich wünsche auf jeden Fall eine gute Reise und tolle Zeit!

Mittwoch, 17. August 2011

SSV bei Globetrotter

Der aktuelle Newsletter von Globetrotter Ausrüstung ist angekommen. Der Schlussverkauf ist in vollem Gange und unter diesem Link zu finden. Außerdem gibt es inzwischen ein wöchentliches Hot Offers-Special, das diese Woche beispielsweise Angebote rund ums Fahrrad beinhaltet.

Nach knapp sechs Monaten Um- und Ausbauphase ist die neue Dresdner Globetrotter-Filiale in der Prager Str. 10 nun fertig gestellt und öffnet am 3. September um 10 Uhr ihre Pforten. Für diese Neueröffnung ist einiges zu erwarten. Bei 4-Seasons ist ein ausführlicher Bericht über diesen "Gipfelsturm" zu finden.

Freitag, 5. August 2011

Messeneuheiten der Fachmesse OutDoor

Vergangenen Monat präsentierten die Hersteller auf der OutDoor in Friedrichshafen dem Fachpublikum wieder ihre Neuheiten für die kommende Saison 2012. Die wichtigsten Trends und Neuheiten sind beim Outdoor Magazin in Text und Fotoshows vorgestellt. Einer der wichtigsten Trends war wohl die Gewichtsreduktion durch Leichtgewichtsausrüstung. Der UL-Trend scheint sich nun endgültig auch bei uns zu etablieren. So stellte Exped die nur noch 530 Gramm leichte Downmat UL vor. Auch Hilleberg hat seine Produktpalette um das rund zwei Kilogramm leichte Kuppelzelt ­Rogen und die Nallo-Leichtversionen Aljan 2 (1,7 kg) und Aljan 3 (1,9 kg) erweitert. Neue Rucksäcke kommen mit überarbeiteten Tragesystemen und Hüftgurten daher. Auch eine große Frontöffnung scheint nun öfter mal zu finden, wie bei der überarbeiteten Deuter Aircontact-Modellreihe.

Am ersten Messetag wurden zudem 46 Hersteller mit dem OutDoor Industry Award 2011 ausgezeichnet. Die elf besten Produkte wurden mit dem Gold Award ausgezeichnet und sind als Fotostrecke ebenfalls beim Outdoor Magazin zu sehen.

Neuer Trail in Schottland: South Loch Ness Trail

Am 11. August 2011 wird der neue South Loch Ness Trail offiziell eröffnet. Von Loch Tarff bei Fort Augustus folgt der Weg laut Outdoor Magazin 50 Kilometer weit dem Verlauf des sagenumwobenen Sees durch die Hügel des Südwestufers, über offene Heidelandschaften, durch Wälder und zu malerischen Aussichten über den Loch Ness.

Auf der Strecke liegt lt. Artikel auch historisch Interessantes, wie zum Beispiel Urquhart Castle oder das durch den Okkultisten Aleister Crowley und den Rockmusiker Jimmy Page bekannt gewordene Boleskine House. Die Strecke endet am Stadtrand von Inverness, acht Kilometer nördlich des Loch Ness gelegen.

Weitere Informationen, ausdruckbare Karten und Trailfotos sind unter www.visitlochness.com/south-loch-ness-trail zu finden.