Samstag, 16. Mai 2015

Tourenrad Update

Inzwischen sind meine Packtaschen angekommen und angebaut. Die Globetrotter-Edition "Orange Line" der Ortlieb Back-Roller unterscheidet sich laut Katalog lediglich durch die nicht vorhandene Innentasche von den Ortlieb Classic, was ich locker verkrafte. Das bewährte Quick Lock 1 System lässt sich auch Dank der beiliegenden Anleitung wirklich leicht und individuell an jeden Gepäckträger anpassen. Der Lenkeradapter der dazu passenden Ultimate4 Lenkertasche erhält von den Käufern dagegen gemischte Bewertungen. Montieren ließ er sich aber ganz einfach und bisher sieht eigentlich alles ganz gut aus. Bleibt abzuwarten, wie sich die Halterung auf Dauer bewährt. Mit den angegebenen sechs Litern Volumen reicht die Tasche locker für den ganzen Kleinkram, auf den man schnell zugreifen möchte, bzw. als kleines Daypack, welches man mit dem dazu gehörenden Trageriemen auch wunderbar mitnehmen kann.


Werkzeug und Flickzeug werden bei diesem Rad nicht in meiner noch vom Mountainbike vorhandenen Topeak Satteltasche untergebracht, sondern in einer Vaude Cruiser Bag Rahmentasche. Somit bleibt zwischen Gepäckträger und Sattel mehr Platz, um dort bei Bedarf einen Packsack mit Zelt etc. aufzuschnallen. Die Cruiser Bag lässt sich variabel im vorderen oder hinteren Rahmendreieck festschnallen und verfügt über ein Hauptfach mit eingenähten Gummibändern zur Fixierung, damit kein Werkzeug klappert, einer kleinen Innentasche, sowie ein von der anderen Seite zugängliches Nebenfach.

Über die Kleinanzeigen von eBay bin ich inzwischen auch auf einen günstigen, wenig gebrauchten Brooks B17 Aged gestoßen. Glücklicherweise habe ich in der Nähe des Inserenten Verwandschaft, die so lieb ist und mir den Sattel dort abholt. Somit fehlen vorerst nur noch vernünftige Pedale.

Da ich mit dem Fahrrad fast täglich unterwegs bin, war mir zudem wichtig, dem Fahrradklau so weit vorzubeugen, wie es eben möglich ist. Neben entsprechendem Bügel- und Segmentschloss zähle ich dabei auf Abschreckung. Hierzu dient die gut sichtbar angebrachte Fahrradcodierung, durch welche das Rad personalisiert wurde und eindeutig mir als Besitzer zuzuordnen ist. Nach dem Anbringen der Codierung habe ich das Fahrrad dann noch bei der Polizei registrieren lassen. Hiermit sind Codierung, Rahmennummer und die wichtigsten Fahrradmerkmale der Polizei bekannt und könnten im Falle eines Falles dabei helfen, das Rad als gestohlen zu erkennen und mich als Besitzer ausfindig zu machen. Bleibt zu hoffen, dass dieser Fall nicht noch einmal eintritt. Das letzte Mal, dass mir ein - zugegebenermaßen unzureichend gesichertes - Fahrrad gestohlen wurde, ist aber auch schon etliche Jahre her.

Freitag, 8. Mai 2015

Tourenradeln

Nach längerem hin und her Überlegen, wo ich mir welches neue Fahrrad kaufen könnte, habe ich mir letztendlich beim Fahrradhändler "um die Ecke" ein Trekkingrad bestellt. Klar, im Internet gab es ebenfalls sehr attraktive Angebote für mein Budget, aber support your local bike dealer! Zumal Fahrrad Röding noch so ein echtes Relikt früherer Zeiten ist, das schon mein Großvater kannte. Herr Röding machte mich auf die Räder der Berliner Traditionsmarke BBF aufmerksam und letztendlich fiel meine Wahl auf das BBF Paris, ein Trekkingrad des mittleren Preissegments mit durchaus angemessener Ausstattung. Gut, gemessen an dem, was in einschlägigen Reiseradforen und -Gruppen als das optimale Reiserad angesehen wird, habe ich eher ein "Billigrad", aber ich sehe das eh etwas differenzierter. Ich möchte ja nicht auf Weltreise, durch die Steppe oder ähnliches radeln. Ich plane auf längere Sicht eher den einen oder anderen Radfernweg kennenlernen und mit der Bahn hin oder zurück reisen. Hierzu werden an meinem neuen Trekkingrad nicht ganz so viele Modifikationen nötig sein. 


Bisher habe ich lediglich in einen kleinen Bikecomputer Sigma BC 5.12 investiert, sowie in ein Segmentschloss und Tour Deluxe Pro Ergogriffe mit integrierten BarEnds von contech, da ich bei den original Griffen relativ schnell Probleme mit einschlafenden Handballen bekam. Der Flaschenhalter stammt noch von meinem inzwischen verkauften Mountainbike. Von diesem habe ich außerdem die Satteltasche mit dem Flick- und Werkzeug zurück behalten. Zudem befinden sich momentan die Ortlieb Back-Roller und die Ultimate4 Lenkertasche der Globetrotter-exklusiven Orange Line auf dem Weg zu mir. Über einen passenden Lowrider für die Suntour Federgabel und die Front-Roller mache ich mir später eventuell mal Gedanken. Davor würde ich erst einmal über etwas griffigere Tourenpedale aus Metall als Ersatz für die doch etwas klobigen Kunststoffpedale nachdenken und vielleicht über einen richtig guten Sattel, wie etwa den Brooks B17. Zum Glück habe ich noch etwas Reserve auf dem Sparkonto, aber erst einmal muss sich das Rad bewähren.

Gerade heute hatte ich auf dem Nachhauseweg mal wieder eine inspirierende, wenn auch erst einmal etwas skurrile Begegnung. Auf dem Gehweg neben der Ampel stand eine vermeintliche Tourenradlerin mit voll bepacktem Fahrrad suchend über eine Straßenkarte gebeugt und wie so oft bei uns in Worms sichtlich desorientiert. Das habe ich schon oft beobachtet und spreche die Radfahrer dann immer gerne an, um zu schauen, ob ich weiterhelfen kann. Alte irische Schule quasi. Das Radwegenetz in Worms ist nämlich extrem mangelhaft gekennzeichnet, wenn überhaupt vorhanden (Die Stadt Worms sucht schon seit längerem verzweifelt einen ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten). Neugierig, wie ich war hielt ich also kurz an und sprach die Person an. Geblümtes halblanges Kleid, Leggins und solche hoch geschnürten Damensandalen fand ich als Raddress schon interessant. Die dann doch eher maskuline Gestalt, tiefe Stimme und flache Brust ließen mich dann doch eher auf einen Mann schließen. Kleiner Aha-Effekt, aber ich bin ja tolerant. Viel interessanter war sowieso die Tatsache, dass auf einem der Front-Roller ein DK-Länderaufkleber prangte. Cool! Die Tour sollte von Dänemark kommend nun hinüber ins Elsass und dann am Rhein entlang nach Basel führen. Der/die Radler/in (sorry, bin unschlüssig) war bereits auf der B9 gelandet und wieder umgedreht. Ich freute mich, nach einer kleinen Unterhaltung mit entsprechenden Richtungsangaben helfen zu können und erinnerte mich danach wieder an die eine oder andere Begebenheit in Irland, wo ich diese Art der Hilfsbereitschaft vor Jahren mehrfach kennenlernen durfte. Menschen, die einfach mal anhalten und einen vielleicht ja Hilfe suchenden Reisenden ansprechen. Damals hatte ich mir vorgenommen, das an andere Menschen weiterzugeben. Erneut Auftrag erfüllt :-)

Ach so, habt Ihr eigentlich schon das neue Bike & Travel Magazin kennengelernt? Ausgabe Nummer eins gibt es gerade aktuell für fünf Euro am Kiosk. Es stammt vom Verlag meines abonnierten kajak Magazins. Mal gespannt, wie sich dieser neue Ableger macht.

Freitag, 10. April 2015

Blå Band bei den Bergfreunden

Jeder Schweden-Tourer wird sie schon einmal kennengelernt haben, die Trekkingmahlzeiten von Blå Band. Ich entdeckte diese beispielsweise im Angebot bewirtschafteter Hütten am Kungsleden, wo Trekker das Notwendigste zum Aufstocken der Vorräte nachkaufen konnten. Das Outdoor Magazin berichtete nun in seinem Newsletter, dass eine Auswahl der schwedischen Outdoor-Gerichte inzwischen auch bei uns zu beziehen ist. Unsere Freunde von den Bergfreunden haben sich dem zum Beispiel angenommen, wie ich erfreut feststellte. Eine Frühstücksportion kostet dort 6,95 Euro, eine Hauptmahlzeit 9,95 Euro. Die gehaltvollen Gerichte kommen ganz ohne Geschmacksverstärker aus und sollen sich zur Not sogar mit kaltem Wasser zubereiten lassen. Mahlzeit!
 
Bildquelle: outdoor-magazin.com

Good News

Nach einigen Besuchen in der Tierklinik, einigen Wochen Medikation, entsprechender Schonung und dazu wohl auch Dank der immer milder werdenden Temperaturen erholt sich meine Hündin tatsächlich immer mehr. Darüber bin ich natürlich froh und die Verordnung der Tierärztin, ihr viel gleichmäßige Bewegung zu verschaffen, scheint doch noch realisierbar zu sein. Das kommt auch mir zugute, hatte ich die letzten Monate doch eher wenig Gelegenheit zu längeren Gängen und fühle mich langsam viel zu träge. Nichtsdestotrotz bin ich nach wie vor dran, mich nun auch mit Tourenrädern und Radreisen auseinanderzusetzen. Finanziell ist bei mir leider nicht das drin, was viele als vernünftiges Reiserad empfehlen würden, aber nachdem ich nun wohl jeden Fahrradhändler in unserer Stadt abgeklappert habe, tendiere ich inzwischen am ehesten zu einem Bergamont Vitess 5.0. Das steht immerhin auch zur Besichtigung und Probefahrt zur Verfügung. Im Gegensatz dazu bietet mir ein anderer Händler lediglich Kataloge und bestellt mir daraus auf Wunsch gerne ein Rad. Von BBF gibt es darin zwar ein interessantes Trekkingrad in ähnlicher Preisklasse, aber ich kaufe sowas nicht gerne nach einem kleinen Foto und einer Handvoll technischer Daten aus dem Katalog. Bevor ich mich endgültig entscheide muss aber eh erst einmal mein Mountainbike verkauft sein. Ich habe keinen Platz für zwei Fahrräder und kann auch das Geld gut gebrauchen. Sollten meine Kleinanzeigen wie bisher nichts bringen, dann versuche ich es am 18.04. beim Wormser Gebraucht-Fahrradmarkt (nähere Infos beim ADFC). Vielleicht ja auch eine gute Gelegenheit, um mich nach einem gebrauchten Tourenrad umzuschauen.

Donnerstag, 19. März 2015

Ich lebe noch...

Lange nichts gepostet, aber leider bin ich zur Zeit etwas eingeschränkt, was Outdoortätigkeiten angeht. Meine Hündin Tara leidet inzwischen sowohl an der Wirbelsäule wie auch an der Hüfte an Arthrose und mag und kann leider nicht mehr weit laufen. Neben der eh schon nötigen Medikation wegen ihrer Epilepsie sind nun also weitere Tabletten nötig und zusätzlich landet in ihrem Futter regelmäßig Grünlippmuschelpulver. Lecker. Eigentlich soll sie ja in Bewegung bleiben, aber dies bereitet ihr inzwischen durchaus Schmerzen, wie sich immer wieder erkennen lässt. Auch für mich eine belastende Situation, wie man sich denken kann. Noch weiß ich nicht, wie es weitergeht.

Nichts desto trotz hatte ich mit Martin zusammen eigentlich schon letztes Jahr eine Paddeltour auf dem Main in Erwägung gezogen. Die geringe Akzeptanz von Hunden an den Kanustationen bedeutete dann letztendlich allerdings das Aus für die Tour. Tipps in dieser Richtung wären mir willkommen. Vielleicht gibt es ein erreichbares Wanderflüsschen, auf welchem man bedenkenlos Mehrtagestouren mit Hund unternehmen kann? Eventuell ja bei Übernachtungen auf Biwakplätzen, so weit vorhanden?

Außerdem habe ich mich dazu entschlossen, mein Specialized Mountainbike zu verkaufen. Ich möchte mir ein Trekkingrad zulegen, das für zukünftige Planungen auch als Reiserad nutzbar ist und nutze das Mountainbike eh schon lange nicht mehr. Der Markt an Trekkingrädern ist allerdings groß und unübersichtlich. Viele erschwingliche Räder, die im Netz auf den ersten Blick interessant ausschauen, haben an anderer Stelle bereits mehrfach schlechte Kritiken erhalten, vernünftige Räder wollen erst einmal bezahlt werden. Die Auswahl bei unseren örtlichen Händlern ist leider relativ beschränkt. Immerhin kann man dort aber im Gegensatz zu Onlinehändlern auch mal ein interessantes Rad testen und aus der Nähe anschauen. So bin ich inzwischen auch auf die Trekkingräder der BBF Bike GmbH aufmerksam geworden. Kein Hightech, aber durchaus solide. Etwas Geld fehlt mir aber noch. Sollte also zufällig ein Leser Interesse an meinem Mountainbike haben, der Preis wäre VHB ;)

Mittwoch, 25. Juni 2014

Zurück an den Kühkopf


Meine letzte Tour auf dem Erfelder Altrhein ist schon einige Zeit her. Als mein Paddelkollege Martin mich abends fragte, ob wir nicht am kommenden Tag mal wieder eine schöne Paddeltour zusammen unternehmen könnten, einigten wir uns daher recht schnell auf die Runde um den Kühkopf. Das sollte mir auch endlich die Gelegenheit geben, das Ally Challenger auf dem Rheinstrom zu testen. Wochenende und schönes Wetter bieten schließlich immer die idealen Voraussetzungen für viel Betrieb auf dem Rhein und damit viele Wellen. Ein Großteil der rund 23 Kilometer langen Paddelrunde verläuft aber über den Erfelder Altrhein. Hier gibt es viel Ruhe und viel Natur zum Genießen.

Angehen kann man diese Tour auf verschiedene Weisen. Auf rheinland-pfälzischer Seite bietet sich als Einsatzstelle die Bootsrampe bei Guntersblum, nicht weit entfernt vom Bootshaus der Wassersportfreunde Guntersblum e.V. Von hier kann man entweder stromaufwärts bis zur Einmündung in den Kühkopf auf der hessischen Seite paddeln und dann mit der sehr trägen Strömung den Erfelder Altrhein hinab, oder man paddelt etwas stromabwärts und dann die breite Altrheinmündung hinein. Auf dieser Seite befindet sich auch die Zufahrt zu den Yachthäfen. Außer einigen bei schönem Wetter vor Anker liegenden Motorbooten ist aber meist nichts davon zu merken und durch die Breite des "Altrheindeltas" kann man sich auch sehr schön aus dem Weg gehen.
Wir entschieden uns dieses Mal aber für einen Start auf hessischer Seite. Hierfür bietet sich zum Beispiel das Bootshaus des TSV Pfungstadt e.V. an. Deren Anleger ist nebenbei bemerkt aber auch ein wunderbarer Anlaufpunkt zum Pausieren, wenn man von Guntersblum aus startet. Kühle Getränke werden dort nämlich auch ausgeschenkt.

Wir beschlossen den Altrhein hinauf zu paddeln und dann gegen das einströmende Wasser auf den Rhein hinaus und stromab zurück. Der Wasserstand war innerhalb eines Tages um weitere elf Zentimeter auf gerade einmal 1,33 Meter gefallen. An der Einmündung sollte somit kein so allzu großer Wasserdruck herrschen. Bei höherem Wasserstand hatte ich da sogar mit dem schlanken Seekajak auch schon ganz schön zu kämpfen. An diesem Tag konnte ich aber bereits am Anleger mit meinem Stechpaddel den Grund erreichen. 
Da wir diese Paddeltour erst Abends ausgemacht hatten und ich am Morgen noch mit dem Hund raus musste, blieb mir nicht ganz so viel Zeit für die Vorbereitung. Erst beim Ausladen fiel mir dann auf, dass ich weder meine Paddelschuhe, noch die Isomatte zum Auslegen im Faltcanadier dabei hatte. Wie sich später herausstellte, nicht die einzigen Unaufmerksamkeiten. Dass ich schon locker vier Jahre nicht mehr hier war, merkte ich auch recht schnell an der Strecke. Man paddelt den Altrhein hinauf, das Wasser wird seichter und der Arm schmaler, die sachte Strömung wird etwas spürbarer, aber die Einmündung kommt und kommt nicht näher. Herrlich ist die Ruhe. In diesen Bereich verirren sich lediglich ein paar Angler und ab und an kommt einem ein anderer Paddler entgegen. In unserem Fall waren das ein paar Canadier eines stockstädter Verleihers. Die waren schon aus der Entfernung leicht an ihren nicht vorhandenen Steuerkünsten erkennbar. Während wir schmunzelnd vorbei paddelten, versuchten wir ihnen noch ein paar Tipps mit auf den Weg zu geben.

Irgendwann wurde das Wasser so flach, dass Martin ausstieg und den Canadier ziehen wollte. Im Stehen erkannte er dann eine Rinne, in der man doch noch paddeln konnte und brachte das Boot wieder auf Kurs. Auf dem Wasser war es warm und wir waren schon länger unterwegs als gedacht, unsere Getränkevorräte schrumpften schneller als geplant und die ungepolsterten Sitze des Ally begannen bereits ungemütlich zu werden. Gerne hätte ich zwischendurch auch mal in kniende Position gewechselt, aber ich hatte ja auch die Isomatte vergessen. Direkt auf dem Gestänge zu knien ist natürlich nicht drin. Tja, Fluch und Segen eines Faltcanadiers. Schließelich erreichten wir aber doch noch die Einmündung und waren mit ein paar kräftigen Paddelzügen draußen auf dem Rhein. Die ersten Schiffe und Sportboote ließen auch nicht lange auf sich warten und wir konnten schön das Verhalten des Ally längs und quer zu den anlaufenden Wellen testen. Ich finde, es machte eine überraschend gute Figur. Dann waren wir aber erst einmal froh, eine schöne Stelle zum Anlanden an der Sandbank gefunden zu haben und unsere Hinterteile einen Augenblick ausruhen zu können. Da es allerdings schon später als geplant war, zogen wir die Pause nicht unnötig in die Länge. Wir erreichten allerdings beide langsam einen Punkt, der mich etwas an die Zeiten erinnerte, wenn ich früher meine 1200er Harley Sportster zum Saisonstart ausmottete und die ersten Touren machte. Der Bock hatte tiefer gelegt nur noch etwa fünf Zentimeter Federweg auf dem Hinterrad und den flachsten Sitz, den ich damals finden konnte. Das war fast wie Starrrahmen fahren und ich sprach immer gerne davon, dass man sich erst einmal wieder die nötige Hornhaut auf den Hintern schaffen musste. Wir mussten uns gegenseitig schon langsam etwas motivieren und uns klar machen, dass alles immer Kopfsache ist. Im nachhinein muss ich darüber schmunzeln.

Von der Altrheinmündung aus sind es noch immer über acht Kilometer bis zum Anleger des TSV Pfungstadt zurück. Als ich noch im Verein paddelte, konnte ich das sportlicher angehen. Inzwischen muss ich allerdings gestehen, dass mir einiges an Training fehlt. Als wir es dann endlich geschafft hatten, krochen wir fast auf den Anleger. Spätestens auf dem Rückweg im Auto sitzend wurde dann aber schon wieder über andere Bootstouren nachgedacht. Schließlich war und ist es trotz allem ein schönes Hobby. Danach ist mir dann auch noch eingefallen, dass ich ja einfach mal gepolsterte Radhosen anziehen könnte. Auf den harten Schalensitzen des Ally könnte das eventuell ganz angenehm sein.

Montag, 23. Juni 2014

Tensai TB-5000B - Eine kleine Powerbank für unterwegs

Mit japanischer Technologie, schweizer Innovation, einem Forschungs- und Entwicklungszentrum im Technologiepark Adlershof in Berlin und einer eigenen Produktlinie in China gehört die Marke Tensai (japanisch: "Genie") wahrlich zu den großen internationalen Brands. Mit Premiumprodukten und Markenbauteilen arbeitet Tensai an einem, wie man sagt, hervorragenden Ruf und einer langjährigen Tradition. Bei so viel Lobpreisung wollte ich mir doch einmal ein Produkt dieses Power-Spezialisten etwas näher anschauen. Meine Wahl fiel auf die Tensai TB-5000R/B Powerbank, ein mobiles Power Pack mit einer Kapazität von 5000mAh. Die Buchstaben R/B stehen hierbei lediglich für die beiden Farbvarianten Rot oder Blau, wovon ich letzteres geliefert bekam.



Unboxing der TB-5000B - GENIUS Power Bank
Als ich die Verpackung der TB-5000B öffne, fällt mir sofort die kompakte Größe der Power Bank angenehm auf. Mit Palm Size bewirbt Tensai die Größe des mobilen Akkus und tatsächlich passt er locker in die Hosentasche. Dazu gibt es ein Steckernetzteil mit austauschbaren Steckerkontakten (Neben dem Eurostecker zusätzlich BS 1363 für Großbritannien, Irland etc. sowie ein Aufsatz, der am naheliegendsten an GB 1002 erinnert, den chinesischen Standard). Zusätzlich ist neben einem Kfz-Aufladekabel noch ein USB Kabel (USB A auf Mini B) enthalten.

Am Gehäuse der TB-5000B befindet sich seitlich eine Mini-USB-Buchse als Stromeingang zum Laden über das Netzteil, Kfz oder bei Bedarf auch den PC. An der Stirnseite ist eine USB-A-Buchse für den Stromausgang zu finden. Auf der Oberseite zeigen vier blaue LED den Betrieb und Ladestand an und über einen Tippschalter ist das Power Pack ein- und abschaltbar. So weit die offensichtlichen Äußerlichkeiten.

Die TB-5000B im Betrieb
Wie ich bereits erwähnte erfolgt die gesamte Kontrolle über die vier blauen LEDs auf der Gehäuseoberseite. Drückt man den Powerschalter, erkennt man an den LEDs den Ladestand des Akkus. Blinkt zum Beispiel nur eine LED, ist nur noch weniger als 20% Ladung vorhanden. Konstant leuchtend zeigt eine LED 20 - 40% Ladung an, zwei LEDs 40 - 60%, drei LEDs 60 - 80% und vier LEDs dann 80 - 100%. Ein integrierter Mikroprozessor erkennt (zumeist) angeschlossene Geräte und überwacht deren Aufladung. Ist kein Gerät angeschlossen oder wird ein Gerät nicht erkannt, schaltet sich die TB-5000B nach 30 Sekunden automatisch ab.
Die Aufladung der leeren Power Bank dauerte bei mir mit dem Netzteil etwa neun Stunden. Die lange Ladezeit muss man bei Bedarf mit einkalkulieren. Am PC oder im Auto habe ich die Ladung bisher noch nicht getestet. Diese beiden Optionen sind meines Erachtens aber auch eher zum Nachladen zwischendurch geeignet. Interessant fände ich dagegen die Option, die Power Bank unterwegs über ein Solarpannel zu laden. Was dazu nötig ist, müsste mir aber erst einmal ein Fachmann erklären.
Das Aufladen von Geräten mit der TB-5000B klappte bisher bei fast allem, was ich so testete: mein Smartphone, iPad, Actioncam, das Headset meiner Playstation, praktisch alles, was über USB aufgeladen wird. Nur das Handy von Martin wollte das Power Pack nicht als Stromquelle erkennen, als wir am Wochenende auf Kanutour waren. Das fand ich schon eigenartig, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Was die Ladekapazität betrifft, so bin ich auf alle Fälle zu folgendem Fazit gekommen: eine volle Ladung des TB-5000 genügt zum vollständigen Laden meines fast leeren Smartphones Huawei Ascend Y300 oder des iPad 2, sofern es ausgeschaltet ist. Auch meine Actioncam Rollei Bullet 3S lässt sich über USB einmal richtig voll aufladen. Vergleicht man hier lediglich Format und Gewicht, so wäre nur für die Actioncam die Mitnahme von passenden Ersatzakkus aber sinnvoller. Will man dagegen für den Fall der Fälle noch eine Stromquelle zum Nachladen von Akkus dabei haben, dann kann so eine Power Bank sehr nützlich sein. Natürlich sind auch unterwegs zum Aufladen von Geräten einige Stunden Ladezeit einzukalkulieren. Dies muss man in seine Tourenplanung schon einkalkulieren.




Übrigens stieß ich zumindest bei den technischen Daten auf der Amazon-Webseite, auf welche bei Tensai.com verwiesen wird, auf den Hinweis, dass die Zelle austauschbar sei und etwa 500 Ladezyklen halten soll. Leider ist auf der eigentlichen Herstellerseite hiervon nichts zu lesen.

Technische Daten Tensai TB-5000B
Input: DC: 5.0V, 1,5A max
Output: DC 5.0V, 1A
Kapazität: 5000 mAh (5A), Sony Li-Pol-Zelle
Gewicht: 138 g
Maße: 99 x 72 x 18 mm

Lieferumfang:
1 x TB-5000B in Blau
1 x USB-Kabel A auf Mini B
1 x Kfz-Adapter
1 x AC-Netzteil (0.5A) mit Reiseadaptern