Sonntag, 25. April 2010

Kleine Wanderung durchs Eisbachtal

Heute stand eine kleine Vereinswanderung auf dem Kalender. Von Horchheim sollte es durch das Eisbachtal bis nach Bockenheim an der Weinstraße gehen. Ich beschloss schon in Worms zu starten und Martin schloss sich an. Er kam also heute früh zu mir und gemeinsam liefen wir bei herrlichem Wetter durch das Wormser "Wäldchen" und die Karl-Marx-Siedlung in Richtung Eisbach. In Horchheim am Parkplatz hinter der Kerschensteiner Schule trafen wir dann die restlichen Vereinskollegen und begaben uns gemütlich auf den Eisbachtal-Radweg. Ok, für etwas geübtere Wanderer war das Tempo der älteren Vereinskollegen eher hinderlich und als wir später eine Vesperpause einlegten, wurden alsbald sogar die ersten Weinflaschen herumgereicht, aber jeder hat halt auch eine eigene Einstellung zum Wandern. Lustig wars auf jeden Fall. Die schöne Landschaft, das Blütenmeer des überall wachsenden Löwenzahns, der Kirschen und der sich gelb verfärbenden Rapsfelder waren wirklich ein Genuss. Überall war Vogelgezwitscher zu vernehmen. So konnte man den Frühling genießen. In den Feldern vor Bockenheim trafen wir eine große Wandergruppe aus dem Ort und bekamen gleich noch einen guten Tipp für die erste Einkehr mit auf den Weg. Kurz vor dem Haus der Deutschen Weinstraße befindet sich die Weinlaube. Hier kann man in echt netter Atmosphäre unter dem schattigen Laubendach einen schönen Schoppen genießen. Der stieg mir dann aber nach der Wanderung auch direkt in den Kopf. Ich war ja vorher abstinent geblieben. Danach saßen wir dann noch im Hof des Sonnenhof Schäfer bei leckerem Essen, dann ging es mit der Bahn zurück nach Worms. Einfach mal eine kleine Genusstour abseits meiner üblichen Wanderungen.

Sonntag, 11. April 2010

Globeboot 2010

2008 war ich das letzte Mal am Langener Waldsee. Seinerzeit veranstaltete Globetrotter sein Frühjahrs-Testival zum ersten Mal an dieser Location, wenn ich mich recht entsinne. Primär war ich auf der Suche nach einem geeigneten Kajak und fand dort super Vergleichsmöglichkeiten. Es geht halt nichts über den Praxischeck. Das dachte sich auch mein hier im Blog schon erwähnter Paddelkollege Martin. Er möchte sich schon seit einiger Zeit endlich ein eigenes Tourenkajak zulegen, hat aber in dieser Kategorie bisher nur mein Prijon Seayak ausprobiert. Da war die Globeboot eine wunderbare Gelegenheit zum Vergleich mit anderen Booten. Zu seinem dreißigsten Geburtstag will er sich dann nämlich von all seinen Gästen und der Familie sponsern lassen, um endlich an ein eigenes Boot zu kommen. Ich konnte mich so dann gestern Morgen auch auf einen interessierten Begleiter freuen.
Der Wetterbericht versprach uns ja für gestern auch Sonne und keinen Regen. Versprochen und gehalten. Nachdem wir uns erst einmal wegen der nicht vorhandenen Ausschilderung verfranst hatten, trafen wir dann doch noch frühzeitig am Strandbad des Langener Waldsees ein. Wir beschlossen erst einmal einen Rundgang auf dem Ausstellungsgelände. Bei der Katadyn-Tochter Treck´n Eat, die wir noch unter dem Namen Trekking-Mahlzeiten kennen, gab es einen neuen Nudeltopf zum Probieren und noch einen Oat Snack für den Weg. Im gleichen Zelt befand sich der Stand von Globetrotter Frankfurt, an welchem wir uns gleich mal eine Einkaufstüte mit Katalogen füllten. Danach wollten wir uns endlich die Zeltausstellung anschauen. In vorderster Reihe fand sich unter anderem gleich Hilleberg. Eine Gelegenheit, um mal wieder mit dem Nallo 2 zu liebäugeln. Wäre nach wie vor ein nettes Zelt für zukünftige Soloübernachtungen gewesen. Neben meinem Allak hatten sie auch das Soulo aufgebaut. Hier schlüpfte ich gleich mal rein. Definitiv ein klasse Solozelt, freistehend, stabil und mit Platz für Gepäck in der Apside. Für mich als eher etwas stabileren Kerl aber irgendwie trotzdem etwas beengend. Ein Déjà-vu erlebte ich bei der Zeltausstellung mehrfach, wie etwa bei der noch jungen Marke Kaikkialla. Tunnelzelte, wie das Dipole und Tripole, oder den Geodäten Starpole erinnern stark an hochwertige skandinavische Markenhersteller. So auch das Yukon PU der Globetrotter-Marke Meru. Mal etwas anderes gab es bei Vaude zu sehen. Das Power Odyssee XT, der große Bruder des Odyssee in stabiler außenliegender Powerframe-Konstruktion, ist schon mal etwas individueller. Ein weiterer Hersteller, der sich ebenfalls gerne eigene Gedanken über Zeltkonstruktionen macht, ist GoLite. Die Weiterentwicklung des Hex ist das Shangri-La, das in seiner neuen Modellvariante 2010 als Dreier- und Fünferzelt, jeweils mit eingehängtem Nest bewundert werden konnte. Ich war schon mehrfach kurz davor, mir ein Hex, bzw. Shangri-La 3 zuzulegen. Inzwischen verfügt es über weitere optionale Abspannpunkte und größere Lüfter. Das 15D Ripstop Nylon ist nun nur noch außen silikonisiert, innen aber mit PU beschichtet und die Nähte getaped. Die Mittelstange ist außerdem höhenverstellbar.
Mit dem Vertreter von GoLite Köln kamen wir sehr nett ins Gespräch. Wie er aber auf den Gedanken kam, mir das Zelt zum Ausstellungs-Supersonderpreis anzubieten, daran verschwende ich lieber keinen weiteren Gedanken. Ich sah mich dann nur noch mit ihm zum Globetrotterstand laufen und mich meinen Namen in die Liste eintragen. Heute ab 16:00 Uhr kann ich kommen und das Zelt abbauen und mit nachhause nehmen. Ich habe also ein neues und sehr geräumiges "Solozelt". Somit hätte ich jetzt ein Vaude Taurus Ultralight mit Groundsheet abzugeben, wenn jemand Interesse hat...
Sehr interessant fand ich auch das Eden 1, das als Solozelt gerade mal 1,56 kg auf die Waage bringt, dafür aber eine wirklich komfortable Größe hat.

Was ich noch erwähnen möchte, ist die aktuelle Modellvariante des Wechsel Forum 4 2. Über dieses in Zusammenarbeit mit den Outdoorseiten entstandene und durchdachte Zelt habe ich ja auch schon berichtet. Die Farbvariante "Sand" gab es auf der Ausstellung zu bestaunen. Ich hatte mich seinerzeit letztendlich nur wegen des geringeren Gewichts für das Hilleberg Allak als Paddelzelt entschieden.

Nun wollen wir uns aber mal der Bootsausstellung zuwenden. Ich konnte Martin nach anfänglichem Zögern überzeugen, das Touren- und Seekajak Robson Puffin wenigstens mal auszuprobieren und er war tatsächlich überrascht, damit wesentlich besser zurecht zu kommen, wie mit meinem Seayak. Preislich absolut eine Option. Man muss allerdings dazu sagen, dass es sich um ein recht flaches Boot handelt, dass bei etwas schwereren Paddlern nicht mehr arg viel Reserven für zusätzliches Gepäck lässt. Nicht weit daneben waren dann meine heimlichen Favoriten: die Faltkanadier von Ally. Schon lange ein Traum von mir, der bisher immer am Anschaffungspreis gescheitert ist. Hier konnte ich mich aber wenigstens mal ein wenig mit den Leuten unterhalten und ihren Abenteuern vom Yukon und ähnlichen Paddelrevieren lauschen, bevor ich mich mit Martin in einem Ally Tour 16,5 DR aufs Wasser begab. Am liebsten wäre ich damit dann gleich direkt nachhause gepaddelt. Aber wir sind ja brave Jungs. Also kamen wir zurück. Danach machten wir uns den Spaß und paddelten zusammen ein Klepper Aerius Expedition XXL Faltboot, das für uns allerdings ungewohnt breit war. Ansonsten aber absolut hochwertig und durchaus flott durchs Wasser zu pflügen!

Wir schauten uns noch einige weitere Kajaks an. Lettmann wäre ja eigentlich auch noch eine interessante Marke, aber für mich irgendwie gar nicht geeignet. Die Schenkelstützden, die einem ja einen guten Halt im Boot geben sollen, verhinderten bei mir mit meinen dicken Oberschenkeln schon das Einsteigen. Tolle Boote für Leute mit dünnen Beinchen.
Am Ende schlichen wir immer wieder um den Sechser Outrigger des Drachenboot-Rennveranstalters dream-ffm herum. Solche Boote stammen ursprünglich aus Polynesien. Die ersten Rennen wurden später um Tahiti veranstaltet. Heute zählt gerade die Klasse OC6, also die Sechser Outrigger zu den prestigeträchtigen Rennen um Hawaii. Sehr reizvoll, einmal solch ein Boot zu paddeln, also suchten wir nach dem Verantwortlichen, Ansgar Hess, der sich ohne lange zu zögern bereit erklärte, uns diesen Wettkampf-Outrigger vorzuführen. Wir wurden von ihm mit Team-Schwimmwesten und den anscheinend typischen gekröpften Stechpaddeln ausgestattet und machten uns auf an den Strand, wo wir nach kurzer Suche schnell die fehlenden Leute für eine vollständige Paddelmannschaft zusammen hatten. Ansgar führte uns erst einmal in diesen Mannschaftssport ein, in welchem jeder Paddler auf seiner Position eine bestimmte Aufgabe inne hat und es zudem sehr auf eine gute Koordination ankommt. Dann bestiegen wir hintereinander das Boot. Gepaddelt wird dies versetzt und etwa alle zwanzig Paddelschläge kommt vom Steuermann ein Kommando zum Wechsel der Paddelseite. DAS hat richtig Spass gemacht und wir bekamen sogar recht schnell einen gewissen Rhythmus rein. So drehten wir einige Runden auf dem See und ich hätte gar nicht mehr aufhören brauchen. Ich versuchte mir vorzustellen, wie das Boot an der Küste durch die Wellen pflügt und war sofort in meinem Element. Toll! Leider gibt es in unserer Gegend keine derartige Mannschaft und alleine die Anschaffung eines OC6 kostet einen Verein einige Tausend Euro. Zu blöd. Allerdings steht das Angebot, mal nach Heusenstamm zu kommen und dort ein Training mitzumachen.
So ging unser Tag rasend schnell herum. Plötzlich erschallte durch die Lautsprecher die Durchsage, dass das Ende des Veranstaltungstags gekommen wäre. Schön wars. Und heute bin ich dann, wie zahlreiche andere Besucher, noch einmal zur Globeboot gefahren, um mein neues Zelt abzubauen. Dabei hatte ich mächtiges Glück mit dem Wetter. Während bei uns in Worms nämlich ordentlich Regen herunterkam, blieb es in Langen tatsächlich trocken.

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HB Soulo und Kaikkialla Tripole

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Kaikkialla Dipole und Starpole

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Vaude Power Odyssee und GoLite Shangri-La 5

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GoLite Shangri-La 3 und Wechsel Forum 4 2

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Martin im Puffin und neben dem Ally Tour

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Outrigger sind der Hammer

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MEINS :-)


Freitag, 9. April 2010

All You Can Eat - Ernährung für Outdoorer

Interessanter kleiner Bericht im Outdoorchannel:
Ob Genusswanderer, Trekking-Fan oder Expeditionsbergsteiger – essen müssen sie alle. Doch was? Und wie viel? Wir haben drei erfahrenen Outdoorsportlern in den Rucksack geschaut. Hier gehts zum Bericht.

Sonntag, 28. März 2010

Fjällräven Classic als Winterausgabe

Im Trekkinblog bin ich auf einen interessanten Artikel aufmerksam geworden, laut welchem nun auch eine Winterausgabe des bekannen Fjällräven Classic geplant ist. Den Rundkurs von 47 km Länge über die so genannte Jämtland-Triangel legen die Teilnehmer mit Ski oder Schneeschuhen zurück. Übernachtet wird dabei ganz klassisch in Hütten und Zelten.

Hier geht es direkt zu dem Artikel beim Trekkingblog.
Ein PDF zur Tour gibt es bei Fjällräven.

Edit 30.03.:
Ich habe heute eine Mail von Nils Grundberg von Fjällräven bekommen. Nähere Informationen zum Fjällräven Winter Classic sollen im späteren Frühjahr veröffentlicht werden. Vor zwei Wochen hat eine sechzigköpfige Truppe von Fjällräven und Naturkompaniet die Tour bereits getestet und es sind wohl alle begeistert. Nils verwies mich auf die Fjällräven-Seite bei Facebook, wo es auch Fotos zu finden gibt.

Samstag, 27. März 2010

Das Marmot Limelight 3P

Mein Paddelkollege Martin hat sich sein erstes eigenes Zelt gekauft. Er hatte die Gelegenheit, über die Arbeit günstig an ein Marmot Limelight 3P zu gelangen und hat auf mein Anraten direkt zugeschlagen.
Das Limelight ist ein klassisches Kuppelzelt, das standardmäßig mit DAC FeatherLite Gestänge, Gear Loft und sogar einem Footprint ausgestattet ist. Es wird in der Version 2P (zwei Personen) und 3P (drei Personen) angeboten. Da Martin das Zelt überwiegend zum Paddeln benutzt, gerne etwas Komfort hat und notfalls auch mal bequem zu zweit darin unterkommen möchte, fiel seine Wahl auf die größere Variante, die er mir nun dankenswerter Weise für diesen kleinen Bericht und einen Test überließ. Ich versuche hier nun also meinen Eindruck wiederzugeben.

Free Image Hosting at www.ImageShack.usIch habe hier also einen dunkelgrauen Packsack mit einem Packmaß von etwa 57 x 16 cm. Im Vergleich mit meinen Zelten ein durchaus gängiges Maß. Meine Küchenwaage zeigt mir im Auslieferzustand ein Gewicht von 3440 Gramm. Als nächstes möchte ich mir natürlich den Inhalt des Packsacks anschauen. Aus diesem ziehe ich zunächst ein Bündel heraus, das mit etwas vernähtem Polyesterband zusammengebunden ist. Darin enthalten sind Innen- und Außenzelt (1123 g / 998 g), ein Sack mit dem Gestänge (net. 648 g), ein Säckchen mit den recht stabilen Häringen (net. 181g), dazu noch ein Bündel schwarze Zeltleine mit vier losen Kunststoffspannern, eine Reparaturhülse (zus. 40 g), sowie erfreulicherweise ein Groundsheet (329 g) und ein kleines Gear Loft (13 g) zum Einhängen unter der Decke des Innenzeltes. Die Packsäcke wiegen zusammen noch einmal 76,5 g. Laut Herstellerbeschreibung ergeben sich mit den Einzelteilen mehrere Aufbauvarianten: Einmal natürlich das gesamte Zelt mit oder ohne Groundsheet und Gear Loft, dann nur das Innenzelt für warme und trockene Regionen und in Verbindung von Groundsheet mit Außenzelt lässt sich außerdem noch ein leichteres Einwandzelt aufbauen. Dieses kommt nach meinen Berechnungen allerdings nur völlig ohne Packsäcke und Reparaturhülse auf das vom Hersteller angegebene Mindestgewicht.

Free Image Hosting at www.ImageShack.usTage lang hatte ich nun schon das Zelt hier liegen, bis das Wetter wieder freundlicher wurde und mir dadurch endlich einen trockenen Aufbau bei gescheiten Lichtverhältnissen ermöglichte. Auf unserem Vereinsgelände hatte ich genug Platz, um alle Teile gescheit auszubreiten. Hier sah ich nun, dass das Groundsheet rechteckig ist und lediglich den eigentlichen Innenzeltboden schützt. Die beiden Apsiden werden damit nicht abgedeckt. Dies spart aber auch Gewicht. An den Enden sind schmale Gurtbänder angenäht. Die Ösen darin nehmen die Gestängeenden auf. Ein Blitzverschluss verbindet das Groundsheet mit dem Außenzelt. Auf diese Art kann man das Limelight als Einwandzelt ohne Innenzelt aufbauen. Am Zeltboden des Innenzeltes sind die gleichen Gurtbänder angenäht. Die Enden des Gestänges sind lang genug, um durch die Ösen des Innenzeltes noch die Ösen des Groundsheets zu fixieren. Free Image Hosting at www.ImageShack.usDie beiden langen Gestänge werden von einem flexiblen Kunststoffteil mittig über Kreuz fixiert. So verrutscht nichts. Der Zeltaufbau funktioniert dann recht simpel: Groundsheet ausbreiten und Innenzelt darüber. Dann steckt man das Gestänge in die vier Ösen der Eckpunkte und hat die Zeltbögen stehen. Nun hängt man Free Image Hosting at www.ImageShack.useinfach die Klipse des Innenzeltes ein. Das kurze Gestände wird darüber gelegt und ebenfalls festgeklipst. Die Stangenenden werden in kleine Gurttaschen eingeschoben und schon steht das Innenzelt auch ohne Häringe schön stramm. Das Außenzelt darüberwerfen und mittels Klettbänder am Gestänge fixieren. Free Image Hosting at www.ImageShack.usDanach muss man nur noch die Blitzverschlüsse zusammenstecken und die Gurte daran anziehen. Die beiden Apsiden und die vier Eckpunkte mit jeweils einem Häring fixieren, dann bleiben noch die Häringe für die vier Abspannleinen übrig, wenn nötig.

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Nettes Gimmick sind die tropfenförmigen Fenster, die man in die Apsiden eingeschweißt hat. So behält man auch im Zelt den Überblick. Das Klima im Innenzelt erscheint mir trotz Sonne ganz angenehm. Zur Klimatisierung trägt aber auch ein recht großer Mesh-Anteil am Innenzelt bei. Das Außenzelt ist nicht bis auf den Boden heruntergezogen. Dies sorgt zusammen mit den beiden doppelten Reißverschlüssen an den Apsiden für die Belüftung.
Free Image Hosting at www.ImageShack.usIm Innenzelt befinden sich vier Seitentaschen. Das Gear Loft kann zusätzlich am Zelthimmel eingeklippt werden. Die Innenzelteingänge können übrigens recht bequem nach unten eingerollt werden. Free Image Hosting at www.ImageShack.usDie Größe der Apsiden erscheint mir für Gepäck ausreichend. Leider habe ich sie im Gegensatz zum Innenzelt vergessen zu vermessen. Beim Innenzelt komme ich auf eine Länge von etwa 2,23 Meter, eine Breite von 1,49 Meter und eine komfortable Höhe von 1,16 Meter ohne Gear Loft. Wie die bei den Maßen nur immer auf drei Personen kommen? Wie auch immer, Martin fühlt sich schon sichtlich wohl in seinem Zelt.


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Hier noch die Herstellerangaben:

Aussenzelt: 68D 210T Polyester Rip Stop, Wassersäule 1800 mm
Boden: 70D Nylon, Wassersäule 2000 mm
Innenzelt: 68D 210T Polyester Rip Stop
Gewicht: min. 2,86 kg / max. 3,36 kg
Abmessungen Innenzelt: 168 x 236 x 117 cm
Grundfläche: 3,96 m²
Apside: 0,93 m²
Packmaß: 56 x 20 cm
Gestänge: 2 lange und 1 kurzes DAC Press-Fit Gestänge 9,0 mm

Features
  • Stake Tape™ verklebte Nähte
  • Aufbau Außenzelt zuerst
  • Badewannenboden mit verschweißten Nähten
  • Robustes DAC FeatherLite Gestänge
  • Fenster mit verschweißten Nähten
  • Zwei Apsiden
  • Klemmfreie und leise Reissverschlüsse
  • Lichtreflektor-Punkte am Außenzelt
  • Mehrere Taschen
  • Zeltunterlage inklusive
  • "Gear Loft" Zelthimmelablage inklusive

Mittwoch, 24. März 2010

Kühkopf, die Zweite

Heute war doch wirklich herrliches Wetter. Heute Morgen hatte ich noch ein Notebook für die Grafikbearbeitung einzurichten, mein Zeug aber schon im Packsack im Auto. So konnte ich heute Mittag dann direkt zu unserem Bootshaus durchstarten und mein Kajak auf den Dachgepäckträger schnallen. Dann fuhr ich noch einmal nach Guntersblum. Heute, bei angenehmen Wetter und mit dem schnelleren Kajak, wollte ich den Kühkopf doch mal genießen.
Als ich an der Bootsrampe ankam, landete gerade ein Paddler an. Der Mann war dann sogar so nett und half mir beim Abladen meines Bootes. Dann meinte er, dass es rheinauf unangenehm windig wäre und ich lieber rheinab in den Kühkopf einpaddeln solle, aber dies war eh mein Plan. Auf dem Erfelder Altrhein ist es wesentlich einfacher gegen die Strömung zu paddeln, wie draußen auf dem Rhein. Lediglich auf dem letzten Stück im Mündungsbereich hat man sich da dann in die Riemen zu legen. Gesagt, getan. Ein Stück den Rhein hinab, dann rechts in die breite Mündung hinein. So windig fand ich es gar nicht, auch wenn sich in diesem Bereich kleine Wellen kräuselten. Weiter drinnen hatte ich dann aber schönes ruhiges Wasser. Hier begegnete ich vielen Ruderern, die wohl gerade ihre Trainingszeit hatten. Ist schon immer lustig. Die kommen einem mit dem Rücken voraus entgegen und man sieht sich immer erst dann, wenn ich mich zu ihnen herumdrehe. Platz haben wir aber alle. Die ersten Angler hatten auch schon ihre Schnüre ausgelegt. Zum Glück glitzerten diese im Gegenlicht der Sonne, denn ab und zu legen die Jungs echt weit raus. Hat man aber erst einmal die Hälfte gepackt, dann wird es langsam richtig ruhig. Einige anscheinend im Sturm abgeknickte Bäume strecken ihre Äste bis tief ins Wasser und müssen umrundet werden, was dem Altrheinarm einen etwas verwilderten Touch verleiht. Irgendwann merkt man dann die Zunahme der Gegenströmung. Ein ruhiger und konstanter Paddelschlag reicht aber noch bis zur letzten Linkskurve, nach der man die kurze und enge Mündung des Kühkopfes erreicht. Hier drückt das Wasser vom Hauptstrom hinein und die Steueranlage am Kajak ist eine angenehme Hilfe, um das Boot auf Kurs zu halten. Wenige Meter nur muss man hier gegen die Strömung ankämpfen, dabei aber alles geben, um sich wie in Zeitlupe zurück in den Rhein zu schieben. Dann wird es plötzlich ganz leicht. Die letzten Kilometer zurück nach Guntersblum lassen sich stromab fast spurten, wenn einem nicht so langsam die Nackenmuskulatur zu schmerzen beginnt. Wären noch Vereinskollegen dabei gewesen, dann hätten wir bestimmt beim TSV Pfungstadt eine Pause eingelegt und wären frisch gestärkt und ausgeruht an die zweite Etappe gegangen. Alleine unterwegs reizt mich da halt immer viel mehr das Durchbeißen. War aber auch ganz gut so, denn bis ich geladen hatte und mich auf den Heimweg machen konnte, dämmerte es schon.


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Dienstag, 23. März 2010

Saisonauftakt, erste Frühlingsboten und schlechtes Wetter

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Wir freuen uns alle, dass endlich der lange, triste Winter zu Ende gegangen ist. Die Tage sind bereits wieder länger geworden und die ersten Sonnenstunden locken die Menschen raus ins Freie. Ich habe inzwischen in Gedanken schon mehrfach den Rucksack gepackt, oder das Boot beladen und freue mich riesig auf die bevorstehende Saison. Einen ersten Auftakt erlebte ich letztes Wochenende. Mein Weg führte mich zuerst durch unseren Stadtwald hinaus zum Rhein, immer auf der Suche nach den ersten Anzeichen der wiedererwachenden Natur. Und tatsächlich, schaut man mal etwas genauer hin, dann finden sich überall erste Anzeichen. Da die ersten grünen Triebe an den Bäumen und Sträuchern, da das erste frisch nachwachsende Gras, oder die ersten frühblühenden Blumen. Toll.

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Dann, am Sonntag Früh, trafen wir uns am Bootshaus unseres Wassersportvereins zum Boote Laden. Von meinem Onkel hatte ich mir kurz zuvor den Canadier für ein - zwei Wochen geliehen. Damit wollen wir über Ostern wahrscheinlich noch einmal eine Neckartour machen. Das alljährliche Anpaddeln des LKV Rheinhessen bot sich da wunderbar als Einstieg an. Die Muskulatur muss ja erst einmal wieder eingewöhnt werden. Versammlungsort war dann wieder das Vereinsheim der Wassersportfreunde Guntersblum, wo sich nach meiner groben Schätzung etwa vierzig bis fünfzig Kanuten zum Frühstück trafen. Schon auf unserem Weg dort hin öffnete der Himmel seine Schleusen und wollte bei uns keine Hoffnung auf einen schönen Paddeltag aufkommen lassen. Aber wir waren natürlich entsprechend gerüstet.
Nach dem Einsetzen an der Guntersblumer Bootsrampe führte unser Weg erst einmal stromauf und gegen den Wind zur südlichen Mündung des Kühkopfes. Im Canadier ein Kampf. Hin und wieder drückte uns der Wind einfach so weg vom Kurs. Mehrfach mussten wir uns vom nahen Ufer abstoßen, in dessen Nähe wir wegen des geringeren Strömungswiderstandes paddelten, und uns wieder in Position bringen. Meine Mitpaddlerin und Vereinskollegin war halt leider auch nicht sehr kräftig und ausdauernd, weshalb wir sehr schnell auf den hintersten Platz zurückfielen. Aber es war ja auch kein Wettrennen.
Was war es eine Wohltat, endlich die Mündung zu erreichen und buchstäblich in den Altrheinarm hineingespült zu werden. Zwischenzeitlich hatten sich dann auch die Wolken gelichtet und ließen die Sonne ihren wärmenden Strahlen zu uns schicken. Diese Gelegenheit nutzten wir auf einem windstillen Abschnitt dann zu einer Paddelpause auf dem Wasser. Ich spendierte uns allen wegen meines kürzlichen Geburtstages erst einmal eine Flasche Rotwein.

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Leider sorgte der Wind dafür, dass die Wolkendecke recht schnell wieder geschlossen war. Wir setzten unseren Weg fort bis zum Anleger des TSV Pfungstadt. Hier sorgte meine Mitpaddlerin mit einem gekonnten Rückschwung beim Ausstieg sogleich für das erste Geläster der Saison. Statt nach vorne auf den Anleger zu steigen, verlor sie das Gleichgewicht und plumpste rückwärts aus dem Boot. Immerhin konnten wir somit endlich einmal abschätzen, wie lange solch eine Sekumar Rettungsweste braucht, um sich aufzublasen. Meine ersten Gedanken drehten sich irgendwie eher um den Griff zum Fotoapparat, als um die helfende Hand. Asche über mein Haupt. Ich konnte mich aber gerade noch beherrschen und dafür den Canadier aus der Rettungszone weg bewegen.
Während wir dann im Windschutz des Vereinsheims unsere Pausenbrötchen verzehrten, war unsere Kollegin erst einmal mit Umziehen und Abtrocknen beschäftigt. Gutmütiger Spott, wie er praktisch schon jeden von uns getroffen hat, war ihr für den Rest des Tages gesichert.
Nach unserer Pause tauschten wir die Paddelpartner, um etwas Abwechslung zu haben. Dann ging es auf die zweite Etappe in Richtung nördliche Mündung. Schnell hatten wir die letzten windgeschüzten Stellen hinter uns gebracht. Der Gegenwind frischte schnell auf und brachte sogar Wellen auf den Altrhein. Schon eine kurze Paddelunterbrechung ließ uns sofort wie ein Blatt im Wind in die Richtung, aus der wir gekommen waren, davontreiben. Hier hatten teils sogar die Leuten in ihren Kajaks Probleme. Dann erreichten wir die Rheinmündung. Ein letzter Kampf gegen die Strömung zurück zur Guntersblumer Bootsrampe, dann war es geschafft. Rund dreiundzwanzig Kilometer gab unser Kanuwanderwart für die gesamte Strecke an. Generell ja nicht unbedingt immens viel, aber bei diesen Bedingungen doch hart. Aber auch gutes Training.