Freitag, 11. Juli 2008

Ankle Booties: Wandern ohne Blasen?

Bei den Outdoor-News des Outdoor-Magazins habe ich einen Bericht über die sogenannten Ankle Boothies gelesen. Die dünnen Neoprenstrümpfe bedecken den Bereich um den Knöchel und die Achillessehne und sollen dort die Blasenbildung beim Laufen, oder sonstigen Sportarten verhindern. Nun muss ich mich allerdings fragen, ob das tatsächlich so effektiv sein kann. Sehe ich mir nämlich das Foto dieser Boothies auf der Seite des Anbieters ankleboothies.de an, dann sind die Stellen des Fußes, welche zumindest bei mir am ehesten zur Blasenbildung neigen, gar nicht abgedeckt. Ich bekomme bei langen Touren eher an den Fußballen und Zehen Blasen, vielleicht noch an der Ferse, was aber bei einem gut sitzenden Wanderschuh eher selten der Fall ist. Vielleicht könnten diese Teile noch als Stütze fürs Sprunggelenk dienen, aber mehr Nutzen sehe ich darin eigentlich nicht.

Montag, 7. Juli 2008

Links zu Wales

Wie bereits für die Planung meines Schottlandtrips, so natürlich auch für die Planung der Tour durch Wales, stelle ich hier nach und nach alle Internetseiten zusammen, die mir für meine Recherchen hilfreich waren.

Neues Jahr, neuer Plan

Nachdem ich ja nun eigentlich diesen September mit Peter zusammen eine Tour durch Südlappland unternehmen wollte, hat sich zwischenzeitlich bedingt durch berufliche Veränderungen ein neuer Plan bei mir abgezeichnet. Meine Firma hat sich dazu entschieden, seinen ganzen Fieldservice auf neudeutsch outzusourcen, also an Fremdfirmen abzugeben. Ggf. hätte ich sogar eine Option auf einen Wechsel gehabt, aber der neue Arbeitgeber wäre dann im Saarland gewesen. Na, wie auch immer. Ich werde Existenzgründer und möchte noch einmal eine nette Tour machen, bevor ich keine Zeit mehr dafür finde.
Irgendwie musste ich immer wieder mal an die beiden Waliser denken, die ich letztes Jahr auf dem West Highland Way kennenlernte. Wales muss sehr schön sein, hat auch verhältnismäßig viele Weitwanderwege und interessante Nationalparks. Aber was würde einen besonderen Urlaub ausmachen? Wenn man einmal im Leben evtl. die Urlaubszeit
etwas dehnen könnte, dann sollte man schon einen Trip unternehmen, der unvergessen bleibt. Wir wäre es also mit einer Runde um Wales, die zwei der bekanntesten Weitwanderwege in Wales beinhaltet: den Offa´s Dyke Path und den Pembrokeshire Coast National Trail. Beginnend auf dem Offa´s Dyke entlang der englisch-walisischen Grenze, dann durch den Snowdonia Nationalpark in südlicher Richtung an die Küste und letztendlich entlang der Pembrokeshire Coast wieder zurück zum Ausgangspunkt. Wieviel Zeit man einplanen müsste? Noch keine Ahnung. Wie man das mit der An- und Abreise plant? Da gibt es momentan noch verschiedene Optionen, wie Hin- und Rückflug separat gebucht, oder ein Dauerticket für die Bahnfahrt über Gleisnost gebucht. Und die Ausrüstung? Auf keinen Fall spartanisch ultralight. Dafür wäre die Tour zu lange und mit mit jedem Wetter zu rechnen. Mal schauen, wie sich die Planung entwickelt.


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Donnerstag, 3. Juli 2008

Kochertest im Passaround bei den outdoorseiten.net

Als registrierter User im Forum der outdoorseiten.net konnte ich mich für einen interessanten Kochertest anmelden. Im so genannten Passaround stehen diverse Kocher zum Test zur Verfügung. Man gibt an, für welche(n) Kocher man sich interessiert und sobald dieser zur Verfügung steht, bekommt man ihn vom vorigen Tester zugeschickt. Dann hat man selbst mehr oder weniger ausgiebig Zeit zum Testen, bis man die Anschrift des nächsten Interessenten zum Weiterversand mitgeteilt bekommt. Jeder Tester soll seine eigene subjektive Meinung im dokumentieren, woraus sich im Laufe der Zeit sowohl für den interessierten Endverbraucher, als auch für den Hersteller verwertbare Informationen ableiten lassen. Für den Einen zum möglichen Kaufentscheid, für den Anderen zur eventuellen Produktoptimierung. Soweit in der Theorie.

Nach meiner Anmeldung zum Passaround hat es gar nicht so lange gedauert, bis ich die ersten beiden Kocher zugesandt bekam. Dies waren der Multifuelkocher Markill Phoenix und der Gaskocher Markill Spider, sowie eine Brennstoffflasche und diverse Gaskartuschen vom selben Hersteller. Das Thüringer Traditionsunternehmen Marsteller & Killmann gehört heute übrigens zu Vaude. Nach dem gespannten Öffnen des Päckchens begutachtete ich die beiden Kocher erst einmal eingehend, möchte hier aber nach dem Test auf jeden Kocher einzeln eingehen.

Beginnen wir mit dem Markill Phoenix.

Zuerst ein paar Daten von der Packung:

  • Leistung: 2800 W
  • Gewicht: 370 g (nur Kocher), min. 400 g (Kocher und Pumpe)
  • Integrierter Windschutz
  • Brennstoffpumpe
  • Wärmereflektor
  • Kleinteilekit für Wartung und Düsenwechsel
  • Transportsack

Dazu

  • Markill Gaskartuschen Propan(30)-Butan(70)-Mix (100 g)
  • Brennstoffflasche 0,75 l (135 g)
Als Brennstoff nutzte ich leichtflüchtiges Reinigungsbenzin aus dem

Baumarkt. Außerdem geeignet wäre der Kocher für Petroleum, unverbleites Benzin und Diesel. Allerdings muss bei diesen Brennstoffen mit vermehrter Russbildung gerechnet werden. Zu Gute halten muss man Petroleum lt. Herstellerangaben jedoch die beste Heizleistung. Gas ist dafür trotz längster Kochzeit am sparsamsten.

Der Kocher wird in einer kleinen, relativ kompakten Reißverschlusstasche aufbewahrt. Auf den ersten Blick empfand ich die gesamte Verarbeitung des Phoenix als recht hochwertig. Interessant fand ich das System mit den Standfüßen. Klappt man einen Fuß aus, wird mittels Übersetzung die Topfauflage darüber ebenfalls ausgeklappt. Die Teile laufen dabei ohne Klemmen, oder Wackeln in ihren Lagern. Die Topfauflage wird oben über kleine Flügelchen noch einmal aufgeklappt, um die Auflagefläche zu vergrößern. Dabei fiel mir auf, dass alle drei Flügel leicht nach innen geneigt sind. Ein Topf kann also nie auf der gesamten Auflagefläche aufliegen. Ein kleinerer Topf stand noch relativ gut, aber bei meinem großen Topf empfand ich diese Auflage nicht so überzeugend. Möglicherweise soll der Sinn dieser leichten Neigung darin bestehen, auf unebenem Untergrund den Topf noch einigermaßen gerade aufstellen kann, aber ich neige vor der Inbetriebnahme eines Kochers eh dazu, immer erst einmal den geeignetsten Stellplatz zu suchen.

Der gesamte Aufbau des Kochers ist in Metall ausgeführt. Der Stand ist stabil, der Schwerpunkt für einen MF-Kocher gewohnt tief. Einzig das Fehlen einer Austauschdüse für den Betrieb mit Petroleum oder Diesel irritierte mich etwas. Selbst in der Anleitung wird nicht speziell auf den Betrieb mit diesen Brennstoffen eingegangen. Leider hatte ich aber auch gerade kein Petroleum zur Hand, um zu testen, wie der Betrieb damit klappt.

Die Stahlflex-Brennstoffleitung ist über eine Metallverschraubung mit dem Kocher verbunden. Die Verschraubung für den Brennstoffbehälter auf der Ventilseite ist ebenfalls komplett aus Metall und für Gaskartuschen mit einer Gummidichtung versehen. Mir persönlich ein wenig zu klein ausgefallen ist der Regler. Ich denke, dass ein größerer Durchmesser ein feineres Dosieren der Brennstoffzufuhr ermöglicht hätte.

Die mitgelieferte Brennstoffpumpe macht wie der Kocher einen recht soliden Eindruck. Das gesamte Pumpenrohr ist aus Aluminium gefertigt, der außerdem verwendete Kunststoff wirkt zäh. Ein Bügel funktioniert als Ständer, um die Brennstoffflasche in der richtigen Lage zu halten und kann bei Bedarf weg geklappt werden, um die Verschraubung der Brennstoffleitung zu bedienen.

Für meinen ersten Test nahm ich eine der kleinen Schraubkartuschen. Das Aufschrauben ging anfangs etwas wackelig, das Gewinde wollte dann natürlich nicht gleich fassen, aber man bekommt den Dreh schnell raus. Dann den Regler aufgedreht, Feuerzeug an den Brenner und schon entlockte ich dem Kocher das typische Fauchen. Ein reiner Gaskocher ist halt erheblich leiser, dafür aber nicht so multifunktional.

Das Kochen geht bei großen Töpfen recht flott vonstatten, da man dann schön Gas geben kann. Bei meinem kleinen Solotopf (900 ml) würden dann schon die Flammen an der Wandung hochschlagen. Ausreichend Auflagefläche hatte der aber auch noch und wäre bei gezügeltem Gas durchaus einsetzbar.

Natürlich wollte ich den Kocher unbedingt ausgiebiger mit seinem primären Brennstoff testen. Deshalb wanderte die Gaskartusche recht schnell wieder in den Karton zurück. Mit befüllter Brennstoffflasche und zwei verschieden großen Topfsets ging es dann an den Praxistest. Leider hätte ich mir anderes Wetter zum Testen gewünscht, aber es gab das Wochenende lediglich strahlend blauen Himmel, jede Menge Sonne und Windstille. Was des Einen Freud, ist des Anderen Leid. Keine wirkliche Herausforderung für den Kocher, aber nun gut. Man will sich ja keinesfalls beschweren.

Ich hatte einen schönen ebenen Platz auf einer Wiese und keine Probleme mit einem geraden und sicheren Stand des Kochers. Die Brennstoffpumpe zu bedienen funktionierte ganz gut, und da die Flasche nicht bis oben gefüllt war, gab ich etwa siebzig Pumpstöße Druck auf den Behälter. Lt. Anleitung drehte ich das Ventil für ein paar Sekunden auf, bis das Filz mit Benzin getränkt war. Von der Seite war der Kocher mit dem Feuerzeug schnell zu entzünden und schon loderten die Flammen hoch. Die Brennstoffzufuhr wird als Metallröhrchen direkt über den Brenner geführt, wodurch der Brennstoff bereits dort hoch erhitzt wird und vergast. Nach einiger Zeit begann der Kocher zu zischen und die Flammen wurden kleiner. Das war das Zeichen, das Ventil vorsichtig wieder aufzudrehen und schon begann er wieder zu fauchen. Das Regeln des Benzins funktioniert meines Erachtens über diesen kleinen Drehregler nicht so fein, wie ich es mir gewünscht hätte und bedarf etwas Gefühl. Dafür kann man bei einem großen Topf aber auch mal richtig aufdrehen und hat etwa 1,5 Liter Wasser in vier Minuten am Kochen. Beachtliche Leistung. Gespräche sollten aber warten, bis man mit dem Kochen fertig ist, denn leise ist der Brenner dann nicht.

Mein Fazit nach einem Wochenende Test bei herrlichsten Bedingungen: Solider Kocher für mehrere Personen. Er hat einen stabilen Stand und funktionierte tadellos. Nicht ganz so überzeugt war ich von der schrägen Topfauflage und dem recht kleinen Drehregler, der gerade zum Dosieren von Benzin etwas feinfühliger zu bedienen sein könnte. Die Pumpe wiederum machte einen guten Eindruck auf mich. Alles in allem sicherlich ein zuverlässiger Kocher für Touren mit mehreren Personen.

Montag, 23. Juni 2008

Über den Maulbeerauer Altrhein

Spontan hatten wir für gestern eine kleine Tour durch den Maulbeerauer Altrhein angesetzt. Mein ehemaliges Angelrevier wurde in den Jahren meiner Abwesenheit überraschender Weise wieder geöffnet, nachdem der Altwasserarm lange Jahre auf der Höhe Wehrzollhaus durch einen Damm und an der Mündung Nordheim durch ein Schleusentor gesperrt war. Am Samstag unternahm ich vorsorglich eine Biketour entlang der geplanten Route, um mir einen Überblick zu verschaffen und stellte dabei fest, dass ein Kanadier für diese Etappe zwei Einerkajaks vorzuziehen ist. Gestern Vormittag traf ich mich dann mit Sven am Bootshaus des WSV. Wir beluden seinen Dreierkanadier und paddelten vom Floßhafen rheinab bis zur Nordheimer Altrheinmündung. Die schmale Brücke der ehemalgen "Schließe" verengt hier den Durchfluss derart, dass Treibholz meist hängenbleibt. Ein Durchkommen gab es nicht und der vorsorglich eingepackte Bootswagen erwies uns gleich das erste Mal gute Dienste. Der nächst mögliche Einsetzpunkt war ein hergerichteter Angelplatz, an welchem man Stufen in den Hang gegraben hatte. Gut für uns. Alsbald paddelten wir in vollkommener Ruhe und Abgeschiedenheit. Man konnte sich schon fast in die Wildnis versetzt fühlen. An manchen Stellen waren ganze Bäume ins Wasser gekippt und trieben über dem Wasser frisches Laub aus. Bewirtschaftet wird in diesem Gebiet nur wenig. Dies kommt aber auch den vielen Tieren und Insekten zugute, die hier leben. Graureiher, Störche, Schwäne, Enten, Gänse, mit etwas Glück darf man sogar einen Eisvogel beobachten. In den Dickichten am Ufer verstecken sich Rehe und Wildhasen, wie ich schon oft beobachten konnte. Kleine heile Welt? Nein, keine heile Welt, aber immerhin ein kleines Rückzugsgebiet, das als ausgewiesene Überschwemmungsfläche hoffentlich noch lange weitgehend von Menschenhand verschont bleibt. Allerdings finde ich es wirklich enttäuschend zu sehen, wie viel Müll doch immer wieder zu sehen ist. Natürlich kommt nun noch Treibgut dazu, das seinen Weg vom Rheinstrom in den Altwasserarm gefunden hat, aber an zahlreichen Angelplätzen, die häufig leicht daran zu erkennen sind, dass jemand einen Zugang zum Wasser geschaffen hat und immer wieder Astgabeln als Rutenauflagen im Boden stecken, liegen leere Köderbehälter, Plastiktüten, leere Bierflaschen und sonstiger Zivilisationsmüll. In meinen Augen ein wirkliches Armutszeugnis!

In Höhe Nordheim Süd ist der Altrhein an einer mittlerweile baufälligen Brücke verengt und zumindest bei diesem Wasserstand etwas aufgestaut. Dadurch hat sich unter der Brücke durch ein langer Schwall gebildet, gegen welchen man nicht anpaddeln kann. Kurz vor der Brücke befindet sich aber rechts eine kleine Sandbank, gerade groß genug zum Anlanden. Den Kanadier mussten wir hier mit unseren kurzen Hosen und T-Shirts durch eine schmale Schneise in den über mannhohen Brennesseln hindurchtragen, bevor wir ihn wieder auf den Bootswagen schnallen konnten. Zur nächsten Einsatzstelle musste der Kanadier dann wieder über Baumstämme gehoben werden, und nach dem Einsetzen mussten wir uns gleich einen Weg durch ein Treibholzfeld suchen. Das war schon ein etwas abenteuerlicherer Part, der aber viel Spass machte. Im weiteren Verlauf paddelten wir durch weitere verwilderte Abschnitte, passierten an der alten Eisenbahnbrücke den schmalen ausgebaggerten Kanal und gelangten schließlich kurz vor dem Campingplatz bei Wehrzollhaus wieder an die Rheinmündung. Das letzte Stück galt es nun gegen den Strom aufwärts zu paddeln und auf die Wormser Seite überzusetzen. Gerade rechtzeitig hatten wir den Kanadier wieder im Bootshaus und uns ins Vereinsheim gerettet, dann entlud sich schon ein heftiges Gewitter. Glück gehabt.


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Montag, 16. Juni 2008

Neue Touren für Tageswanderer in Rheinland-Pfalz

Nach einer aktuellen Meldung des Outdoor Magazins wurden in diesem Frühjahr an Rhein und Mosel gleich elf neue Rundwanderwege offiziell eröffnet.

Die sogenannten "Traumpfade" sind zwischen neun und sechzehn Kilomer lang und führen zu Aussichtspunkten und Burgen. Präsentiert werden die neuen Wanderungen im Führer "Traumtouren", der neben Wegbeschreibungen und Karten auch die GPS-Daten für Navigationsgeräte enthält.

Infos: www.traumpfade.info und www.wander-touren.com

Quelle: outdoor-magazincom

Mittwoch, 11. Juni 2008

Neuer Fernwanderweg im Südschwarzwald

Im Naturpark Südschwarzwald lockt der Schluchtensteig als neuer Weg schwindelfreie Fernwanderer. Er verbindet auf 118 Kilometern die Wutach- mit der Wehraschlucht.

Der Schluchtensteig führt von Stühlingen durch die Wutachschlucht nach Lenzkirch zum Schluchsee, passiert den Dom zu St. Blasien, überquert die sanften Hochflächen von Dachsberg und Ibach und windet sich von Todtmoos durch das dramatische Wehratal dem Ziel in Wehr entgegen. Wer sich auf die sechstägige Tour begibt, sollte lt. Outdoor-Magazin einigermaßen sportlich sein: Die Auf- und Abstiege erfordern demnach durchaus Kondition, Schwindelfreiheit ist an manchen Stellen ein absolutes Muss. Doch der Anblick von dramatisch steilen Wänden, von Hochmooren, tiefen Urwäldern und klaren Seen macht jede Anstrengung wett. Der Weg ist als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet.

Offizielle Internetseite: schluchtensteig.de