Sonntag, 30. Mai 2010

Kleine Reisekamera ganz groß

In der Ausgabe 06/2010 der Chip Foto - Video - Digital wurden in einem ausführlichen Testbericht zehn Mini-Mega-Zooms vorgestellt und miteinander verglichen. Am besten schnitten dabei die Casio Exilim EX-H15 und die Panasonic Lumix DMC-TZ10 ab. Letztere ist zwar die teurere Kompaktkamera, ging aus dem Test wegen der ausgewogeneren Bildqualität und der besseren Ausstattung aber als Kauftipp hervor. Ein Grund, mal meinen örtlichen Fotohändler für eine Beratung aufzusuchen.
Kompakt und leicht, wie man es von einer Kompakten gewohnt ist, dabei aber mit einer Vielzahl an Features ausgestattet, weiß die Lumix DMC-TZ10 wirklich zu überzeugen. Leica 12fach optisches Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 25 bis 300 Milimeter bei einer Lichtstärke von 1:3,3 bis 4,9 sind in diesem Sektor schon recht anständige Werte. In der Kamera wurde der neue CCD-Bildprozessor „Venus Engine HD II“ verbaut, der ihr zu recht ansehnlichen Bildresultaten verhilft. Das 3-Zoll-Display mit Helligkeitsanpassung hat eine ganz ordentliche Auflösung, lässt aber leider keinen Platz für einen Sucher übrig, durch den man eventuell noch etwas Energie sparen gekonnt hätte. Der Stromverbrauch ist bei dieser Kamera dann nämlich auch das Manko im Vergleich zur Casio. Ein Glück gibt es aber alternativ zum etwa fünfzig Euro teuren Originalakku noch den geringfügig schwächeren Akku von Hähnel (HL-PG10E). Damit spart man fast die Hälfte, bzw. bekommt man für das gleiche Geld praktisch zwei Akkus.

Was die Lumix
DMC-TZ10 neben dem verbauten Objektiv so interessant macht, ist das Stellrad, das an eine große Kamera erinnert. So ist von der intelligenten Automatik und diversen Programmautomatiken bis hin zur komplett manuellen Einstellung von Blende und Belichtungszeit alles möglich. Außerdem lassen sich HD-Videosequenzen im AVCHD-Lite Format (Advanced Video Codec High Definition) mit 720p im Stereoton aufnehmen. Dazu bietet die Kamera noch ein GPS-Modul, das im aktivierten Modus in den Exif-Tags die Koordinaten der Aufnahme einträgt. Lässt man allerdings das GPS-Modul während seines gesamten Trips aktiviert, dann ist die Kamera auch im ausgeschalteten Zustand immer wieder auf der Suche nach Satelliten. Dies geht dann natürlich erheblich zu Lasten der Akkulaufzeit. Nettes GPS-Feature ist, dass neben dem Land und der Stadt gleich noch naheliegende Sehenswürdigkeiten im Display angezeigt werden. Mit 215 Gramm ist die DMC-TZ10 zwar nicht das Leichtgewicht des Tests, aber im Vergleich zu einer Bridge- oder Spiegelreflexkamera ist das ja noch immer unerheblich. Als Speichermedium kommen SDXC-Karten zum Einsatz, die eine große Speicherkapazität ermöglichen.

Trotz kleiner Schwächen, auf die auch in diversen Tests hingewiesen wird, ist die Kamera Kauftipp und Testsieger diverser Fachmagazine. Sicher nicht umsonst.

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