Mittwoch, 26. März 2008

Mit dem Snowkite durch den sibirischen Winter

Am 27. März startet Hardy Brandstötter ein spektakuläres Abenteuer in der Geschichte des Kite-Sports: Eine Solo-Snowkite-Expetition über 1.200 Kilometer durch Sibirien. Als erster Kite-Sportler überhaupt wagt er sich auf das Eis des großen Baikalsees.

Der schnellste Snowkiter der Welt rechnet für das Projekt mit einem Zeitraum von drei bis vier Wochen. 800 Kilometer am See und knapp 400 Kilometer durch das Goltsy Gebirge sind zu bewältigen bis Hardy Brandstötter das Ziel Oktyabrsky nähe der Stadt Angars erreichen wird. Wenn der Wind ungünstig steht und viel gegen den Wind gekreuzt werden muss, kann die zu bewältigende Strecke bis zu 1.500 Kilometer lang werden.

Der Großteil der geplanten Tour führt über den sagenumwobenen Baikalsee in der Region der Burjaten. Der 25 Millionen Jahre alte 'Baykal-Nur' (= reicher See) gehört zum Weltkulturerbe und ist mit einer Länge von knapp 800 Kilometern und einer Tiefe von 1.640 Metern das größte Süßwasser-Reservoir der Erde.

Die Navigation erfolgt ausschließlich mit Karte, Sextant und Kompass. Kein GPS oder andere elektronische Geräte. Einzig ein Notfall-Peilsender, den der Snowkiter auslösen kann, falls er in Gefahr gerät, lässt die Behörden in Irkutsk wissen, dass der Helikopter startklar gemacht werden muss.

Regional ist auch mit starkem Nebel zu rechnen. Dann kann es passieren, dass man im sogenannten „White Out“ feststeckt. Kein Wind, keine Orientierung und bis zu minus 30° Grad Celcius. Eine Herausforderung, die der Snowkiteprofi gelassen sieht: „Es ist nicht die körperliche Anstrengung, sondern das mit sich selber auseinandersetzen, die richtigen Entscheidungen zu deinen Gunsten zu treffen sowie die unendliche Einsamkeit und Stille, die mich faszinieren.“

Quelle: funsporting.de
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