Sonntag, 10. Mai 2009

Just back from Rheinmarathon

Früh um sechs Uhr riss mich der Wecker aus meinem viel zu kurzen Schlaf, nachdem dieses Wochenende ja der rheinland-pfälzische Kultursommer bei uns in Worms eröffnet wurde und sich in der Stadt einige Bands ein Stelldichein gaben. Viertel nach sieben trafen wir uns an unserem Bootshaus und luden die Kajaks, dann ging es nach Ludwigshafen an die Natorampe bei der Nachtweide. Als früher Vogel waren wir immerhin bei den Ersten und konnten unsere Boote noch direkt unten am Wasser abladen. 191 Kanuten starteten heute früh beim 36. Rheinmaraton. Eine erfreuliche Steigerung und die vielen jungen Teilnehmer zeigten, dass es im Kanusport glücklicherweise auch nicht an Nachwuchs mangelt. Bei anfangs noch bedecktem Himmel begaben wir uns gegen 8:30 Uhr auf die Strecke. Dieses Jahr wollte ich mich nicht die ganze Zeit an der Geschwindigkeit unserer kleinen Gruppe richten, sondern meinen eigenen Takt paddeln. Dies brachte mich dann etwas weiter nach vorne. Die Stempelstelle bei Rheindürkheim erreichte ich dann auch schon gegen kurz nach zehn. Nach und nach füllte sich der Strand mit Booten und wir legten erst einmal eine kleine Essenspause ein. Dazu spendierten die Wassersportfreunde Guntersblum e.V. noch etwas Wein. Dann ging es an die Schlussetappe. Irgendwann beginnt man zwangsläufig mit dem Kilometerzählen. Schultern und Arme machen sich bemerkbar, der Schalensitz wird etwas unbequemer und die zahlreichen Binnenschiffe sorgen für steten Wellengang, aber man lässt sich einfach von den anderen Paddlern mitreißen und wenn dann die Rampe bei Guntersblum in Sicht kommt, dann legt man sich noch mal in die Riemen.
Nachdem die Boote wieder verstaut waren, ging es zum gemütlichen Teil am herrlich im Grünen gelegenen Guntersblumer Vereinsheim, wo es von Kaffee und Kuchen über Steaks vom Grill und frisch gezapftes Bier alles gab. Jeder bekam wieder eine Medallie, die die Teilname bestätigt, Teilnehmergruppen ab fünf Leuten erhielten ein Weinpräsent und für die ältesten und jüngsten Teilnehmer, sowie die größten Gruppen gab es jeweils einen Pokal. Schön wars schon. Nur eine Sache störte nicht nur mich. Viele Teilnehmer paddelten achtlos in der Schifffahrts-Fahrrinne. Ein Schiff musste sogar mehrfach hupen. Sollte es wegen solch einem Verhalten Beschwerden beim Wasser- und Schifffahrtsamt geben, dann haben es letztendlich alle Paddler auszubaden. Eigentlich unnötig.


Rheinmarathon
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