Donnerstag, 2. Mai 2013

Ally Challenger 17 DR - Packüberlegungen

Zum Lieferumfang eines Ally Faltkanadiers gehört ja leider kein Packsack. Das optionale Original von Bergans hat ein komfortables Volumen von 225 Liter, würde aber in der Variante mit Trageriemen mit 170,- bis 190,- Euro zu Buche schlagen (Beispiel). Die günstigere Variante ohne Trageriemen scheint nicht mehr hergestellt zu werden. Alternativen wären der von Globetrotter vertriebene Kanurucksack von Ortlieb mit einem Volumen von 160 Liter für rund 120,- Euro oder mit knapp 40,- Euro am billigsten der Kanusack Drammen vom Meru, der mit 255 Liter zwar das größte Volumen, dafür leider aus dem dünnsten Material gefertigt ist. Lange habe ich im Internet recherchiert, aber leider gibt es da wohl keine weiteren nennenswerte Optionen. In der elektronischen Bucht fand ich noch einen gas- und wasserdichten Gummi-Packsack aus Bundeswehrbeständen, der aber nach Rückfrage beim Verkäufer bis zu vier Kilogramm wiegen soll. Das ist definitiv zu viel. Nun überlege ich, eventuell bei einem Planenhändler Lkw-Plane und Klebstoff zu besorgen und selbst einen Packsack mit Rollverschluss herzustellen. Eine Plane mit 2 x 2,5 m in 690 g/m2 würde inclusive 250 ml Pinselkleber rund 30,- Euro zuzüglich Versand kosten. Für den Rollverschluss bräuchte ich dann noch einen Blitzverschluss und eventuell etwas Gurtband. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich das in der Größe vernünftig selbst hinbekomme.
Derweil ist der Faltkanadier erst mal in zwei Packen aufgeteilt. Bootshaut und Bodenmatte mit eingerollten Dollborden und Längsspanten bilden den großen Packen, Querspanten, Steven, Sitze etc. passen einigermaßen in meinen großen Ortlieb-Packsack. Von meinem Seayak habe ich extra den Bootswagen zurückbehalten. Dieser ist zwar eher für schlanke Kajaks gedacht, aber wenn ich die Längsauflagen mit Gurten verbinde, kann ich den großen Packen darauf schnallen, ohne dass er durchrutscht. Ob dieser Bootswagen aber auch für Portagen des zusammengebauten Bootes geeignet ist, muss sich erst noch zeigen. Seitlich habe ich an den Packen die Stechpaddel (Moll Trophy) geschnallt. So bekomme ich Handgriffe, um den ganzen Bootskarren hinter mir her ziehen zu können. Oben auf den ganzen Packen kommt der Ortlieb-Packsack mit den restlichen Bootsteilen. Soweit zumindest die Theorie und kurze Strecken wären auf diese Art bereits zu bewältigen. Leider blieben die Paddel allerdings bei längerer Belastung nicht in dieser Position. Ich hatte den Fehler gemacht, dass ich mit dem hinteren Gurt beide Packsäcke zusammenschnallte. Dadurch bekamen die Paddelblätter zu viel Spielraum. Ich muss wohl noch ein wenig experimentieren, um die beste Variante zu finden. Egal, ob ich nun bereits einen großen Packsack habe oder nicht.

 
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