Dienstag, 23. März 2010

Saisonauftakt, erste Frühlingsboten und schlechtes Wetter

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Wir freuen uns alle, dass endlich der lange, triste Winter zu Ende gegangen ist. Die Tage sind bereits wieder länger geworden und die ersten Sonnenstunden locken die Menschen raus ins Freie. Ich habe inzwischen in Gedanken schon mehrfach den Rucksack gepackt, oder das Boot beladen und freue mich riesig auf die bevorstehende Saison. Einen ersten Auftakt erlebte ich letztes Wochenende. Mein Weg führte mich zuerst durch unseren Stadtwald hinaus zum Rhein, immer auf der Suche nach den ersten Anzeichen der wiedererwachenden Natur. Und tatsächlich, schaut man mal etwas genauer hin, dann finden sich überall erste Anzeichen. Da die ersten grünen Triebe an den Bäumen und Sträuchern, da das erste frisch nachwachsende Gras, oder die ersten frühblühenden Blumen. Toll.

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Dann, am Sonntag Früh, trafen wir uns am Bootshaus unseres Wassersportvereins zum Boote Laden. Von meinem Onkel hatte ich mir kurz zuvor den Canadier für ein - zwei Wochen geliehen. Damit wollen wir über Ostern wahrscheinlich noch einmal eine Neckartour machen. Das alljährliche Anpaddeln des LKV Rheinhessen bot sich da wunderbar als Einstieg an. Die Muskulatur muss ja erst einmal wieder eingewöhnt werden. Versammlungsort war dann wieder das Vereinsheim der Wassersportfreunde Guntersblum, wo sich nach meiner groben Schätzung etwa vierzig bis fünfzig Kanuten zum Frühstück trafen. Schon auf unserem Weg dort hin öffnete der Himmel seine Schleusen und wollte bei uns keine Hoffnung auf einen schönen Paddeltag aufkommen lassen. Aber wir waren natürlich entsprechend gerüstet.
Nach dem Einsetzen an der Guntersblumer Bootsrampe führte unser Weg erst einmal stromauf und gegen den Wind zur südlichen Mündung des Kühkopfes. Im Canadier ein Kampf. Hin und wieder drückte uns der Wind einfach so weg vom Kurs. Mehrfach mussten wir uns vom nahen Ufer abstoßen, in dessen Nähe wir wegen des geringeren Strömungswiderstandes paddelten, und uns wieder in Position bringen. Meine Mitpaddlerin und Vereinskollegin war halt leider auch nicht sehr kräftig und ausdauernd, weshalb wir sehr schnell auf den hintersten Platz zurückfielen. Aber es war ja auch kein Wettrennen.
Was war es eine Wohltat, endlich die Mündung zu erreichen und buchstäblich in den Altrheinarm hineingespült zu werden. Zwischenzeitlich hatten sich dann auch die Wolken gelichtet und ließen die Sonne ihren wärmenden Strahlen zu uns schicken. Diese Gelegenheit nutzten wir auf einem windstillen Abschnitt dann zu einer Paddelpause auf dem Wasser. Ich spendierte uns allen wegen meines kürzlichen Geburtstages erst einmal eine Flasche Rotwein.

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Leider sorgte der Wind dafür, dass die Wolkendecke recht schnell wieder geschlossen war. Wir setzten unseren Weg fort bis zum Anleger des TSV Pfungstadt. Hier sorgte meine Mitpaddlerin mit einem gekonnten Rückschwung beim Ausstieg sogleich für das erste Geläster der Saison. Statt nach vorne auf den Anleger zu steigen, verlor sie das Gleichgewicht und plumpste rückwärts aus dem Boot. Immerhin konnten wir somit endlich einmal abschätzen, wie lange solch eine Sekumar Rettungsweste braucht, um sich aufzublasen. Meine ersten Gedanken drehten sich irgendwie eher um den Griff zum Fotoapparat, als um die helfende Hand. Asche über mein Haupt. Ich konnte mich aber gerade noch beherrschen und dafür den Canadier aus der Rettungszone weg bewegen.
Während wir dann im Windschutz des Vereinsheims unsere Pausenbrötchen verzehrten, war unsere Kollegin erst einmal mit Umziehen und Abtrocknen beschäftigt. Gutmütiger Spott, wie er praktisch schon jeden von uns getroffen hat, war ihr für den Rest des Tages gesichert.
Nach unserer Pause tauschten wir die Paddelpartner, um etwas Abwechslung zu haben. Dann ging es auf die zweite Etappe in Richtung nördliche Mündung. Schnell hatten wir die letzten windgeschüzten Stellen hinter uns gebracht. Der Gegenwind frischte schnell auf und brachte sogar Wellen auf den Altrhein. Schon eine kurze Paddelunterbrechung ließ uns sofort wie ein Blatt im Wind in die Richtung, aus der wir gekommen waren, davontreiben. Hier hatten teils sogar die Leuten in ihren Kajaks Probleme. Dann erreichten wir die Rheinmündung. Ein letzter Kampf gegen die Strömung zurück zur Guntersblumer Bootsrampe, dann war es geschafft. Rund dreiundzwanzig Kilometer gab unser Kanuwanderwart für die gesamte Strecke an. Generell ja nicht unbedingt immens viel, aber bei diesen Bedingungen doch hart. Aber auch gutes Training.

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