Mittwoch, 13. März 2013

Mammut Light Pump Mat vs. Exped Synmat L

Gestern Abend habe ich meine Mammut Light Pump Mat bei den Outdoorseiten zum Verkauf angeboten. Die Matte ist qualitativ hochwertig, sollte sie bei einem Anschaffungspreis von rund 140 Euro aber auch sein. 2011 schnitt sie im Test von 11 Isomatten beim Outdoor Magazin immerhin mit der Note Sehr Gut ab. Ich hatte die Matte bei Engelhorn und Sturm Sport ausgiebig begutachten und mit der Therm-A-Rest NeoAir vergleichen können. Schon da hätte mich generell auch die Exped Down- oder Synmat interessiert, aber um mir die Matte ebenfalls anschauen zu können hätte ich nach Frankfurt zu Globetrotter fahren müssen. Der Weg war mir dann einfach doch zu weit.
Im direkten Vergleich zur NeoAir machte mir persönlich die Light Pump Mat den besseren Eindruck und ich entschied mich für den Kauf. Mich hatte sowohl das vergleichsweise geringe Packmaß und -gewicht überzeugt, sowie Liegekomfort und Isolierung. Immerhin gibt outdoor beim Test den Temperaturbereich mit 5°C Komfort- und –3°C Limitwert an. Dies wird durch eine auf die Innenseite der Oberfläche auflaminierte PU-Schaum-Schicht erreicht, die sich zum Verpacken super komprimieren lässt. Verwendet habe ich die Matte im Herbst. Zum Ausreizen der Temperaturgrenzen hatte ich somit leider keine Gelegenheit.


In der Praxis erwies sich die Handhabung der Isomatte als recht simpel. Die integrierte Pumpe besteht ebenfalls aus geschäumtem Material und ist mit einem großen Ventil versehen. Packt man die Light Pump Mat im Zelt aus, lässt man sie idealerweise erst einmal etwas liegen, damit sich der der Schaum entspannt. Dann benutzt man einfach die flache Hand beim Aufpumpen als Rückschlagventil. Das geht bei dem körperbetonten Schnitt der Matte relativ schnell. Der Hersteller gibt hierfür 25 Sekunden an, was ich als sehr optimistisch ansehe. Die Zeit habe ich allerdings nie gestoppt.
Der Liegekomfort hat mir generell ganz gut gefallen. Ich grenze das etwas ein, weil ich leider zu den Leuten gehöre, die sich nicht einfach hinlegen und schlafen können. Ich schlafe eher auf der Seite und muss mich mehrmals hin und herdrehen, bis ich meine Schlafposition gefunden habe. Genau da war in der Praxis dann auch der Haken an der Matte. Durch den körperbetonten Schnitt musste ich dann immer aufpassen, dass meine Beine beim Umdrehen oben blieben. Dies hielt mich dann aber eher wach, während von den Nachbarzelten bereits das erste Schnarchen herüberdrang. Toll.


Beginnt man morgens mit dem Packen, hilft ein zweites Ventil beim schnellen Entleeren der Matte. Zwei bis dreimal übereinandergelegt und darauf gedrückt, bis die meiste Luft draußen ist. Danach habe ich die Light Pump Mat ausgebreitet, der Länge nach von beiden Seiten eingeschlagen und vom Kopfende beginnend zusammengerollt. Dadurch drückt man die verbliebene Luft durch die Ventile am Fußende heraus. Dort ist übrigens auch ein Klettband angebracht, mit dem man die zusammengerollte Matte sichern kann. Ein kleiner Packsack bietet zusätzlichen Schutz. Darin befindet sich auch eine kleine Innentasche mit einem Flickset für den Notfall.
Das Packmaß wird von outdoor mit 23,5 x 14 cm angegeben. Auch das habe ich nie nachgemessen, aber ich fand das Packmaß immer klasse. Zuhause bewahre ich die Mammut Light Pump Mat locker zusammengelegt und ohne Packsack im Schrank auf. So behält der Schaum seine Struktur und man hat länger Spass daran. So verfahre ich auch mit meinen anderen Isomatten, seit sich meine erste Therm-A-Rest irgendwann nicht mehr von selbst aufblies.


Vor kurzem hat es sich nun Dank der Partnerschaft mit Bergfreunde.de ergeben, dass ich die Exped Synmat 7 L testen kann. Das freut mich ganz besonders, da sie ja von Anfang an zu meiner engeren Auswahl gehörte. Bisher habe ich sie nur ausgepackt und einmal zur Probe darauf gelegen. Der erste Eindruck ist sehr gut. Zwar habe ich hier mehr Packmaß und -gewicht, dafür aber auch eine erheblich komfortablere Liegefläche. Dadurch hat die Matte allerdings auch mehr Volumen und es braucht trotz größerem integriertem Pumpenbereich länger, um sie aufzupumpen. Einen ausführlichen Testbericht schreibe ich allerdings erst nach meiner für Ostern geplanten Tour. Auf den Aufnahmen sind aber schon mal schön die unterschiedlichen Dimensionen von Mammut Light Pump Mat und Exped Synmat L zu sehen. Außerdem ist die Exped für einen Temperaturbereich bis -17°C angegeben, was sie gegenüber der Mammut zu einer vollwertigen Vier-Jahreszeiten-Matte macht. Wobei man auch die Mammut-Matte noch aufwerten könnte, indem man bei Bedarf einfach eine Evazote-Matte unterlegt.
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