Dienstag, 7. August 2007

Schottland, ich komme? Schottland, wir kommen!

Ich hätte es nicht mehr geglaubt, aber nachdem ich mich nun schon auf eine reine Solotour eingestellt habe, erhalte ich plötzlich eine Mail auf meinen Eintrag im Globetrotter-Forum, wo ich bereits seit langem nach einem Reisepartner gesucht habe. Die Conne aus Chemnitz liebt die Natur, paddelt viel, wandert weit und klettert neuerdings auch schon im Elbsandsteingebirge herum. Nach einigen Mails haben wir uns dann das vergangene Wochenende in der Rhön zu einer gemeinsamen Kennenlern-Tour getroffen.
Freitag nach der Arbeit bin ich direkt losgefahren, über die A66, vorbei an Fulda und tief hinein in die hügelige Rhön. Vom
Wanderparkplatz auf der Roter Kuppe begab ich mich vorbei am Rhön Park Hotel in den Wald und hinunter zum idyllisch in einem kleinen renaturierten Basaltbruch gelegenen Silbersee. Einer meiner bisher schönsten Plätze zum Wildcampen. Hier verbrachte ich die Nacht unter dem lang anhaltenden nächtlichen Gezeter zweier Vögel, die sich über mir im Hang offensichtlich mächtig und ausgiebig zankten.

Am nächsten Morgen stieß dann Conne dazu. Sie kam barfuß den Waldweg hinabgelaufen. Dieser Eindruck irritierte doch erst mal ein wenig, hatten wir uns schließlich für eine Wandertour verabredet. Wanderschuhe hatte sie dann aber zu meiner Beruhigung dabei. Im Nachhinein wäre ich eventuell sogar froh darüber gewesen, wenn sie die Tour ohne Schuhe gelaufen wäre. Konstitutionell und konditionell ist sie mir gegenüber weit im Vorteil, was sich vor allem bei jedem Anstieg
extrem offenbarte. Bei meinen körperlichen Einschränkungen aber auch keine Kunst. Trotzdem haben wir uns darauf geeinigt, dass dies aber kein Problem darstellt. Jeder soll die Möglichkeit haben, in seinem Trott durch die Highlands zu laufen. Wenn man drei Wochen lang gemeinsam mit dem Rucksack unterwegs sein möchte, die ganze Zeit in einem Zelt aufeinander hängt, dann braucht man jeden Freiraum, der sich einrichten lässt.

Unsere Tour durch die Rhön war bei schönstem Wetter abwechslungsreich und vor allem anstrengend. Wir schafften ein durchschnittliches Tagespensum von rund 40 Kilometer durch Schluchten, über Hügel,
vorbei an der Wasserkuppe, durchs Rote Moor und zurück über die Thüringer Hütte zur Roter Kuppe. Schlussendlich war das aber eine rechte Plackerei für mich und ich habe mir noch schön den Wolf gelaufen. War genau das richtige Thema für das Forum bei den Outdoorseiten.net. Es hat mich beruhigt, dass ich dort einige Leidensgenossen fand, die auch ein paar interessante Tipps auf Lager hatten. Ich will ja nicht in Schottland plötzlich mit wund geriebenen Stellen vor mich hin humpeln...

Rhön-Galerie:
Rhön



Kommentar veröffentlichen