Freitag, 24. April 2009

Die Psychologie des Wanderns

Das outdoor Magazin veröffentlicht aktuell einen Artikel aus der Zeitschrift Psychologie Heute. Der Wald ruft titulierte ihn dort Simone Einzmann in der Ausgabe 10/08. Es geht darum, dass man eigentlich gut daran tut, so oft wie möglich ein "Bad in der Waldluft" zu nehmen. Die Forschung zeigt nämlich, dass schon die Sinneswahrnehmung der Natur – ihr Anblick, die Gerüche und Geräusche – Seele und Körper gut tut. Während aber zum Beispiel die Japaner einen regelrechten Volkssport betreiben, den sie Shinrin-yoku, das "Baden in Waldluft" nennen, scheint das Image von Wanderungen durch die Natur seit den Fünfzigern in Deutschland schwer gelitten zu haben. Bequemlichkeit hat sich breit gemacht und als Ausflug in die Natur genügt heute ein kleiner Spaziergang im Park. Mit Naturerlebnis und Einsamkeit hat das nicht mehr viel gemein. Der Bundesdeutsche Durchschnitt ist zum regelrechten Couchpotato verkommen, der die wandernde Minderheit mit befremdlichem Blick betrachtet. Andere wiederum geben lieber einen Haufen Geld für ein extremes Adrenalinjunky-Erlebnis aus, um sich von ihrem stressigen Alltag abzulenken. Dabei ist die äußerst meditiative und heilsame Kraft der Natur völlig kostenlos überall um uns herum zu bekommen. Studien belegen, dass Bäume, Wiesen und Felder unsere Konzentration steigern, positive Gefühle fördern und sogar Frustration, Ärger, Stress und Kriminalität reduzieren. Besonders Kinder und Jugendliche sollen profitierten. Die Naturumgebungen unterstützen ihre kognitive, motorische, soziale und emotionale Entwicklung. Natur ist nicht nur hübsch, sie ist essenziell. Naturschutz ist deshalb kein Gefallen, den wir der Umwelt, sondern einer, den wir uns selbst tun.

Der gesamte recht interessante Bericht ist online beim outdoor Magazin zu lesen.
Kommentar veröffentlichen