Montag, 13. April 2009

Osterpaddeltour auf dem Neckar

Back from Paddeling! Karfreitag eine kleine Vereinsfahrt auf dem Glan. Von Medard paddelten wir über das teils recht flache kleine Flüsschen bis nach Odernheim. Super Wetter und das erste Grünen und Blühen sorgten für einen wahren Paddelgenuss. Ab Samstag ging es dann auf 103 Kilometern in drei Tagen bei ebenso herrlichem Wetter über den Neckar nach Worms. Die erste und schönste Teilstrecke führte uns von Haßmersheim zum Campingplatz in Eberbach. Unterwegs haben wir ein Pärchen mit einem alten Faltboot-Schätzchen kennengelernt. Wir paddelten den Rest des Tages zusammen, legten zwischendurch noch am Naturfreundehaus Zwingenberger Hof für eine Mittagsrast im Biergarten an und beendeten später am Campingplatz in Eberbach die Etappe. Direkt hinter dem Campingplatz befindet sich eine kleine Rampe vom DLRG. Dort ist das Anlanden gut möglich. Mit den Bootswägen schafften wir die Kajaks zur Zeltwiese am anderen Ende des Campingplatzes und richteten uns ein gemütliches Lager ein. Martin hatte extra ein kleines Fässchen Bier im Boot transportiert, um den ersten Abend zünftig ausklingen zu lassen. Dazu gabs Steaks vom Einweggrill. Bei einer gemütlichen Runde konnten wir unsere beiden Mitpaddler mal etwas näher kennenlernen. Er, Typ Paddler, Weltenbummler und Trekkingfan, hat seine Frau in Brasilien kennengelernt. Eine richtig nette und hübsche Brasilianerin, die ihm letztendlich nach Tübingen folgte. Da gab es einiges zu erzählen.
Sonntag kamen wir zwar relativ früh aus den Schlafsäcken, vertrödelten dann aber ein wenig den Morgen. Wir hatten für diesen Tag vor nach Mannheim zu gelangen. Eine ordentliche Tour mit 51 km Länge. Auf dem trägen Neckar mit seinen zahlreichen Wehren, die es häufig zu umtragen galt, muss man seine vollbepackten Boote schon gut antreiben. Wir kamen leider etwas spät aufs Wasser und mussten uns schon ein wenig sputen, um die vor uns liegende Etappe zu bewältigen. Der erste Abschnitt war landschaftlich noch recht reizvoll, aber irgendwann umgab uns dann großstädtische Betriebsamkeit. Dann, kurz vor knapp bekamen wir dann Probleme mit dem Umtragen des Wieblinger Wehres. Unter der Autobahnbrücke ist mit einem großen Schild eine Bootsumtragestelle ausgewiesen. Eine Rampe gibt es dort aber nicht. Man muss an einem Anleger hochklettern. Bei der kleinen Sitzluke meines Seayak nicht ganz so einfach. Dann noch
das schwer beladene Boot hochhieven. Auf der anderen Seite findet man dann einen Anleger am Altwasser, der ebenso hoch ist. Eine andere Möglichkeit zum Einsetzen fanden wir aber nicht. Zum Glück kamen aber gerade Paddler, die uns dann halfen die Kajaks zu wasser zu lassen. Plötzlich fanden sich noch mehr ein, die endlich mal sehen wollten, wie jemand hier einsetzt. Das gabs wohl vorher noch nie und alle hatten sich stets gefragt, wie das gehen solle. Letztendlich hat uns die ganze Aktion mächtig Zeit gekostet. Am Ende paddelten wir in der Dämmerung durch den Neckarkanal und versäumten die Umtragestelle zum nächsten Altwasserabschnitt mit den ganzen Zeltmöglichkeiten. Im Kanal gibt es nur Spundwände ohne Anlandemöglichkeit, also keine Chance aus dem Wasser zu kommen. Dann mussten wir am bereits geschlossenen Feudenheimer Wehr über eine Leiter aus den Booten steigen und diese ausladen, bevor wir sie hochziehen konnten. Wir bauten auf einem kleinen Grünstreifen der Mole unser Zelt auf. Heute früh dann schnell wieder abbauen und dann erst einmal Frühstück auf der nächsten Parkbank. Mit den Bootswägen umgingen wir das Wehr und wechselten auf der anderen Seite über eine Brücke ans Altwasser. Dann begaben wir uns auf die Schlussetappe. In Worms kamen wir dann bereits gegen 12:00 Uhr an. Die frühe Uhrzeit war uns aber ganz recht. So blieb uns noch etwas Zeit, um vor dem Ende des langen Osterwochenendes ein wenig ausspannen zu können.

Einen ausführlichen Bericht habe ich in der Geo-Reisecommunity veröffentlicht.


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