Donnerstag, 14. Februar 2013

Inuk, ein Kinofilm aus Grönland

Seit 7. Februar läuft in einigen deutschen Kinos nun zum ersten Mal ein grönländischer Film über die modernen Inuit, wie man einschlägigen Magazinen entnehmen kann. Inuk ist der Titel und es geht um einen von der trinkenden Mutter vernachlässigten Jungen, der sich zudem mit einem gewalttätigen Stiefvater auseinandersetzen muss. Völlig ohne jegliche Aussicht auf eine Zukunft bekommt er von einer Sozialarbeiterin die Möglichkeit geboten, sich einer großen Herausforderung zu stellen und den von der eigenen Vergangenheit traumatisierten Jäger Ikuma in die grönländische Wildnis zu begleiten, um auf Robbenjagd zu gehen. 

Nun, die Kritik scheint gespalten zu sein. Zum Beispiel schreibt die Zeitschrift Cinema: "Die Lebensbedingungen der Eskimos werden leider nur am Rande thematisiert, stattdessen versucht Regisseur Mike Magidson die recht schematische Handlung durch einen allzu heroischen Soundtrack aufzupeppen."
Dagegen wird die Geschichte des Films bei film-zeit.de zwar als einfach, aber nie simpel bewertet. Fast dokumentarisch und mit einem Blick auf die soziale Wirklichkeit. Sicher scheint auf jeden Fall zu sein, dass dieser Film auch durch seine atemberaubenden Landschaftsaufnahmen lebt. 


Der in Frankreich lebende amerikanische Regisseur Mike Magidson ist fasziniert von fremden Kulturen und feiert mit Inuk nun sein Spielfilmdebüt. Der erfahrene Dokumentarfilmer ist ein Grönlandkenner und versucht hier einen Eindruck der sozialen, kulturellen und klimatischen Probleme des heutigen Grönlands zu vermitteln. Dies gelingt natürlich nicht mit einem Mainstream-Film und genau deswegen finde ich es wert, darüber zu schreiben. Leider ist aber genau das auch der Grund, weshalb Inuk laut kino.de bundesweit in gerade einmal 25 Kinos zu sehen ist. Natürlich nicht wirklich in meiner Nähe. Schade.
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