Montag, 22. Februar 2010

Netbooks als nützliches Outdoorutensil?

Heute möchte ich mal einen etwas anderen “Ausrüstungsgegenstand” vorstellen. Die kleinen und leichten Netbooks mit ihren inzwischen doch sehr guten Akkulaufzeiten gibt es ja aktuell von allen namhaften Herstellern. Wer das zusätzliche Gewicht nicht scheut, kann mit einem solchen Gerät durchaus diverse Vorteile für sich verbuchten. Zumindest, wenn es Sinn macht. Auf einer Wochenendtour durch die Heimat ist das natürlich Quatsch. Es sei denn, mal möchte abends dem oder den Wanderpartner/n vielleicht gespeicherte Fotos der letzten großen Tour zeigen. Gerade da wären wir auch schon bei einer der Funktionen eines Netbooks auf Tour: Der Fotospeicher, um die Speicherkarten wieder frei zu bekommen. Die einfache Alternative wäre natürlich einfach die Mitnahme mehrerer, oder größerer Speichermedien. Bei den passenden Gelegenheiten spielt jedoch ein Netbook durch die Kombination der verschiedensten praktischen Funktionen seine Stärken aus.

Mein Netbook ist ein Asus Eee PC 1001P, das ich als Ausstellungsstück günstig erwerben konnte. Das 10.1 Zoll große Gerät mit Atom N450 Prozessor (1.6GHz) verfügt über einen Arbeitsspeicher von 1 GB RAM und eine 160GB Festplatte mit vorinstalliertem Windows XP Home Edition. Die Grafikkarte Intel GMA 3150 mit ihren bis zu 384 MB shared Memory ist direkt in den Prozessor integriert. Der Eee PC wiegt 1,1 kg und misst 22,5x16,5x2,1 cm. Der 4400 mAh-Akku sorgt im Power-Saving-Mode mit aktiviertem W-LAN für etwa sieben Stunden Laufzeit, soll aber unter Idealbedingungen bis zu neun Stunden Energie liefern. Mit an Bord sind drei USB 2.0 Anschlüsse, Soundein- und Ausgang, VGA-Ausgang, RJ45-LAN-Anschluss und ein SDHC-Kartenslot.

Softwaretechnisch hatte ich das Netbook gleich von Anfang an entrümpelt. Testversionen von Office 2007, Spielen etc. wanderten sogleich in den Papierkorb. Das System sollte ja möglichst schlank und an meine ganz speziellen Anforderungen angepasst werden. Bei Chip gibt es über Notebooksoftware übrigens einen ganz netten Artikel mit Downloadspecial. Hieraus verwendete ich den Virus- und Spywarescanner a-squared Free, den CCleaner, den ich auf anderen Rechnern auch schon länger benutze, den bekannten Packer 7-Zip und den VLC media player Portable. Hinzu kam zum Erstellen und Editieren von PDF das kostenlose Programm PDF24, den Bildbetrachter IrfanView Portable, die LG PC Suite II für mein Handy, Garmin Mapsource mit Webupdater und topografischem Kartenmaterial, und für meinen iPod den wunderbaren CopyTransManager. Zum Abruf von Wetterdaten habe ich mir außerdem noch das kostenlose Tool Weather Pulse installiert, das ich als Download-Tipp bei der Netzwelt fand.
Zum Glück habe ich einen externen DVD-Brenner, den ich zum Installieren der Garmin Topo Deutschland verwenden konnte. Die Darstellung ist auch ganz in Ordnung auf dem kleinen Bildschirm.

Leider erst etwas verspätet habe ich feststellen müssen, dass dieses Netbook im Akkuschacht zwar den gekennzeichneten Schlitz für SIM-Karten hat, der Slot und das Modul dahinter aber gar nicht vorhanden sind. Toll! Also doch Internet über Handy oder einen USB-Stick. Bisher ist dies aber das einzige Manko des Gerätes.

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