Mittwoch, 16. Januar 2013

Rollei Bullet 3S Outdoorkamera

Ich möchte Euch heute die Rollei Bullet 3S vorstellen. Hierbei handelt es sich um eine 720p HD-Actioncam aus der Bullet-Reihe, deren große Full-HD-Schwestern sich Bullet 4S und Bullet 5S nennen. Im Gegensatz zu der Bullet HD Lite, Bullet HD Pro etc. orientiert sich das Design der Kamera aber nicht an der namensgebenden Gewehrkugel, sondern ganz eindeutig an der GoPro HD Hero, die man durchaus auch in ihrer dritten Generation als das Referenzmodell unter den Actioncams ansehen könnte.
Die Eckdaten, sowie Film- und Tonqualität der Bullet 3S reichen natürlich nicht an die HD Hero 3 heran, aber wer nicht unbedingt professionell und mit 1080p Full HD aufnehmen muss, für den könnte dieses Kit durchaus eine kostengünstige Alternative darstellen. Aktuell wird die Kamera bei Mediamarkt nämlich für 99,- Euro angeboten. Dafür bekommt man zum Grundmodell der Kamera gleich einiges an Zubehör mitgeliefert, wie das aufsteckbare 1,4 Zoll Display, ein Unterwassergehäuse nach Schutzklasse IP 68 (staub-, sowie wasserdicht bis 60 m), eine aufklebbare Camcorder-Halterung mit zusätzlicher Halterungsplatte für die sichere Montage der Kamera mit aufgestecktem Display bei Einsatz ohne Tauchgehäuse, eine Fernbedienung mit einer Reichweite von 5 Metern, USB-Ladenetzteil, USB-Verbindungskabel, AV-Kabel, eine 4 GB MicroSD Karte mit Adapter, Ein Transportetui, Ersatzdichtungen und -klebepads, eine Halteschlaufe, sowie ein Handbuch als Druckausgabe und als PDF auf CD.

In der Rollei Bullet 3S ist ein CMOS-Sensor mit 5 Megapixel verbaut. Mit der Fotofunktion reicht das für eine Auflösung von 2592 × 1944, oder interpoliert bis 3200 × 2400. Videos werden in einer Auflösung von 1280 × 720, 848 × 720 oder 320 × 240 aufgenommen. Zu dem Format später mehr.
Als Objektiv kommt hier ein 170° Weitwinkel mit einer Festbrennweite von f/2,8 zum Einsatz. Zoom ist somit lediglich 4x digital möglich, sollte bei einer Actioncam aber auch kein primäres Kriterium sein. Der Weitwinkel sorgt unter Umständen für eine leichte Beugung auf beiden Seiten des Bildes, die ich nicht unterschlagen möchte. Die Bildwiederholfrequenz liegt in HD (1280 × 720) und QVGA (320 × 240) bei 30 fps (Frames per second), bei WVGA-Aufnahmen (848 × 720) 60 fps, also Slow Motion-tauglich. Rufe ich mir unter Windows 7 die Eigenschaften erstellter Testvideos auf, werden mir allerdings 29 fps und 59 fps und somit je ein Einzelbild in der Sekunde weniger angezeigt.

Die Bullet 3S hat ohne Display die Maße 60 x 51 x 42 mm (H x B x T) und verfügt an den Seiten über Anschlüsse für HDMI, AV-Ausgang, USB 2.0, sowie einen Micro-SD-Slot für Karten bis 32 GB SDHX (Minimum Class 6, also einer Datenübertragung von mindestens 6 MB/sec)

Der austauschbare Lithium-Ionen-Akku (1000 mAh) soll im Idealfall bis zu 2,5 Stunden HD-Aufnahme gewährleisten. Ich gehe davon aus, dass dies jedoch nur für den Betrieb ohne Display gilt, was standardmäßig lediglich ohne Unterwassergehäuse möglich ist. Damit die Kamera fest in diesem Gehäuse sitzt, muss das Display nämlich aufgesteckt sein. Ich würde alternativ eventuell ein passend zurecht geschnittenes Stück Styropor versuchen. Schade allerdings, dass der extra zur Ausrichtung verbaute Laser-Pointer im Gehäuse nicht einsetzbar ist. Mit etwas Augenmaß richtet man sich die Cam dennoch problemlos ein, bevor man losfilmt.

Für meine bevorzugten Einsatzbereiche gäbe es auch kompatiblen Zubehör, wie eine Saugnapf-Halterung fürs Kajak, oder die Kopfbandhalterung, mit welcher sich einfach beim Trekking, Biken oder auch Paddeln aus der Ego-Perspektive filmen liese. Hierfür wird aber im Netz relativ viel Geld verlangt. Die vergleichsweise günstigsten Angebote fand ich bisher bei computeruniverse.

Um nun noch auf das Videoformat zurück zu kommen, die Aufnahmen erfolgen in Apple´s QuickTime-Format ".MOV". Wenn man sich etwas im Internet umschaut, so gibt es wohl einige Leute, die Probleme mit der Bearbeitung solcher Files haben. Meine simpelste Lösung lautet hier Windows Live Movie Maker, der bei Windowslive.de kostenlos herunterladbar ist. In diesem Tool sind eigentlich alle grundlegenden Funktionen vorhanden: Videoschnitt, Überblendeffekte, Titeltexte, Audio hinterlegen etc. Wer allerdings etwas mehr Anspruch hat, dem empfehle ich unbedingt diesen Wikipedia-Artikel. Die darin enthaltene Tabelle lässt sich auch nach den "ca. Kosten" sortieren, womit man einen Überblick über verfügbare Freeware bekommt. Auch hier wird man nämlich auf Profi-Software stoßen. Beispielsweise Lightworks, welches ohne zusätzliche Codec-Lizenzen etc. auch kostenlos zu bekommen ist. Quicktime lässt sich hier laut Tutorial importieren.
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